Strategy Aktie: Institutionen flüchten!
Die Strategy-Aktie steht unter massivem Druck – und zwar nicht wegen schwacher Geschäftszahlen, sondern weil große institutionelle Investoren in Scharen das Weite suchen. Der Grund: Die Bitcoin-Treasury-Strategie von Michael Saylor könnte sich als gefährliche Wette entpuppen. Droht dem einstigen Software-Unternehmen, das sich zum weltgrößten Bitcoin-Halter wandelte, nun der Ausschluss aus wichtigen Aktienindizes? Und was würde das für die Aktie bedeuten?
Flucht der Großinvestoren: 5,4 Milliarden Dollar weg
Die Zahlen sind alarmierend. BlackRock, Vanguard, Capital International und Fidelity – die Namen lesen sich wie das Who-is-Who der Vermögensverwaltung. Gemeinsam haben sie im dritten Quartal 2025 ihre Strategy-Positionen um etwa 5,38 Milliarden Dollar reduziert. Das entspricht einem Rückgang von 14,8 Prozent. Der Marktwert der institutionellen Beteiligungen fiel von 36,32 Milliarden Dollar Ende Q2 auf nur noch 30,94 Milliarden Dollar zum Ende des dritten Quartals.
Was die Großen zur Flucht treibt:
- MSCI-Ausschluss droht: Am 15. Januar 2026 fällt eine Entscheidung, die Strategy aus wichtigen Indizes werfen könnte
- JPMorgan warnt: Allein durch den MSCI-Rauswurf könnten 2,8 Milliarden Dollar abfließen – im Worst Case sogar 8,8 Milliarden
- Premium-Kollaps: Die Aktie handelt mittlerweile nahe ihrem Nettoinventarwert, die einst rechtfertigende Bewertungsprämie ist futsch
- Steigende Finanzierungskosten: Die Dividendensätze auf Vorzugsaktien klettern auf 10,75 bis 11 Prozent – zuvor waren es 9 Prozent
Der Index-Hammer: 649.870 Bitcoin als Bumerang?
MSCI prüft derzeit, ob Unternehmen mit mehr als 50 Prozent Digital-Assets in der Bilanz überhaupt noch in klassische Aktienindizes gehören. Strategy sitzt mit 649.870 Bitcoin im Wert von rund 56,6 Milliarden Dollar auf der Bilanz am absoluten Extrem dieser Messlatte.
JPMorgan-Stratege Nikolaos Panigirtzoglou rechnet vor: Etwa 9 Milliarden Dollar der aktuellen Marktkapitalisierung von Strategy stecken in passiven Investments – ETFs und Fonds, die an große Benchmarks gekoppelt sind. Ein Index-Ausschluss würde vom Markt negativ aufgenommen und könnte die Fähigkeit des Unternehmens gefährden, künftig Eigen- und Fremdkapital aufzunehmen.
Finanzierungskrise: 800 Millionen Dollar jährlich fällig
Strategys Finanzierungsmodell knirscht gefährlich. Das Unternehmen hat einen Mechanismus eingebaut, der die Dividendensätze auf seine STRC-Vorzugsaktien erhöht, sobald die Kurse unter bestimmte Schwellen fallen. Auf Basis aktueller Daten scheint eine Erhöhung um einen halben Prozentpunkt auf 11 Prozent wahrscheinlich.
Bis Jahresende muss Strategy etwa 175 Millionen Dollar an Dividenden und Zinsen stemmen – und das praktisch ohne Cash auf der Bilanz. Die Gesamtfinanzierungskosten laufen auf eine jährliche Rate von rund 800 Millionen Dollar hinaus. Das entspricht etwa 1,4 Prozent des Wertes der Bitcoin-Bestände. Eine dünne Marge, wenn der Bitcoin-Kurs nachgibt – und eine tickende Zeitbombe, wenn die institutionellen Investoren weiter abspringen.
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