Der österreichische Spezialmotorenhersteller Steyr Motors bestätigt die vorläufigen Zahlen und wagt sich an eine bemerkenswerte Prognose: Der Umsatz soll 2026 nahezu verdoppelt werden. Möglich macht das ein prall gefüllter Auftragsbestand von über 300 Millionen Euro bis 2030 – und eine strategische Übernahme, die neue Märkte erschließt.

Das Geschäftsjahr 2025 verlief solide: Der Umsatz kletterte um 16,4 Prozent auf 48,5 Millionen Euro. Beide Segmente trugen zum Wachstum bei – das Zivilgeschäft steuerte 19,6 Millionen Euro bei, das Verteidigungsgeschäft 28,8 Millionen Euro. Die bereinigte EBIT-Marge erreichte 14,5 Prozent, das bereinigte operative Ergebnis lag bei 7,0 Millionen Euro. Bereinigt wurden Sondereffekte wie M&A-Beratungskosten und kapitalmarktbezogene Aufwendungen.

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KNDS-Vertrag sichert Leopard-2-Lieferungen bis 2034

Ein wesentlicher Baustein der künftigen Planungssicherheit ist der neue Rahmenvertrag mit KNDS, der Anfang März unterzeichnet wurde. Steyr Motors liefert mindestens 500 Motor-Generator-Einheiten für den Leopard-2-Kampfpanzer und das Leguan-Brückenlegesystem – und das bis 2034. Die kompakten 2-Zylinder-Dieselmotoren mit integriertem Generator dienen der zuverlässigen Stromerzeugung in militärischen Anwendungen.

Der Auftrag profitiert von den massiven Modernisierungs- und Beschaffungsprogrammen der Bundesregierung. Die veränderte Sicherheitslage in Europa treibt die Nachfrage nach Verteidigungs- und Aufrüstungstechnik deutlich an.

BUKH-Übernahme erschließt Marine-Segment

Mit der Akquisition des dänischen Motorenspezialisten BUKH erschließt Steyr Motors den Marine- und Verteidigungsmarkt. BUKH ist auf SOLAS-zertifizierte Motoren für Rettungs- und Militärboote spezialisiert und erwirtschaftet rund 50 Prozent des Umsatzes im Verteidigungsbereich. Besonders das Segment der unbemannten Überwasserfahrzeuge (USV) gilt als Wachstumstreiber – erste Verkäufe an US-Produzenten werden bereits im ersten Halbjahr 2026 erwartet.

Der Kaufpreis im mittleren siebenstelligen Bereich wird teilweise durch eine Sachkapitalerhöhung finanziert. Neue Aktien werden zu rechnerisch 42,85 Euro ausgegeben.

Neue Geschäftsfelder mit dreistelligem Millionenpotenzial

Mit der modularen M12 Power Unit (M12PU) hat Steyr Motors ein neues Standbein im Bereich der mobilen Stromerzeugung aufgebaut. Das kumulierte Umsatzpotenzial bis 2030 liegt bei weit über 100 Millionen Euro. Die M12PU zeichnet sich durch ein überlegenes Leistungs-Gewichts-Verhältnis aus, der Serienstart ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant.

Zusammen mit der BUKH-Plattform im USV-Segment positioniert sich das Unternehmen in zwei strategisch wichtigen Wachstumsmärkten gleichzeitig.

Ambitionierte Prognose und Dividende

Für 2026 peilt Steyr Motors einen Umsatz zwischen 75 und 95 Millionen Euro an – bei einer EBIT-Marge von mindestens 15 Prozent. Die Verdopplung gegenüber 2025 basiert auf dem bestehenden Auftragsbestand von über 300 Millionen Euro bis 2030 sowie den neuen Geschäftsfeldern. Zusätzliche Opportunitäten mit einem Volumen von mehr als 500 Millionen Euro sind noch nicht budgetiert.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 10. April eine Dividende von 0,25 Euro je Aktie vor. Mit dem prall gefüllten Auftragsbuch, der BUKH-Akquisition und neuen Produktlinien hat das Unternehmen die strategischen Weichen für die kommenden Jahre gestellt.

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