Der australische Aktienmarkt startet die neue Woche mit deutlichen Abgaben. Der S&P/ASX 200 verliert heute rund 1,3 Prozent und nähert sich der Marke von 8.400 Punkten — ein weiteres Kapitel in einem April, der den Index bereits rund 7,4 Prozent gekostet hat.

Der Auslöser ist bekannt, seine Folgen aber noch lange nicht absehbar: Der nun fünf Wochen andauernde Krieg im Nahen Osten eskaliert weiter. Vom Iran unterstützte Huthi-Milizen greifen aktiv in den Konflikt ein, die Meerenge von Hormus bleibt weitgehend gesperrt, und Trumps Andeutungen über mögliche Beschlagnahmungen iranischer Ölanlagen sorgen für zusätzliche Nervosität. Die Folge: Der Brent-Ölpreis hat sich wieder Richtung 115 Dollar je Barrel vorgearbeitet.

Technologie und Banken unter Druck

Die Verluste verteilen sich heute alles andere als gleichmäßig. Technologiewerte leiden besonders: Block verliert knapp sieben Prozent, WiseTech Global und Xero geben je rund fünf Prozent nach. Auch die großen Banken stehen unter schwerem Abgabedruck — Commonwealth Bank, NAB und ANZ verlieren jeweils mehr als drei Prozent, Westpac sogar fast fünf Prozent.

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Einzig die Energieproduzenten stemmen sich gegen den Trend. Beach Energy legt mehr als vier Prozent zu, Woodside Energy fast drei Prozent. Steigende Ölpreise sind eben ein zweischneidiges Schwert: Gut für Förderer, schlecht für den Rest der Wirtschaft.

Canberra greift ein

Die australische Regierung reagiert auf die gestiegenen Energiekosten mit einem Entlastungspaket: Die Kraftstoffsteuer wird für drei Monate halbiert, Gebühren für den Schwerlastverkehr im gleichen Zeitraum ausgesetzt. Die Maßnahme kostet den Bundeshaushalt rund 2,55 Milliarden australische Dollar. Ob das ausreicht, um einen Inflationsschub abzufedern, den einige Ökonomen bereits für unvermeidlich halten, bleibt fraglich.

Das breitere Marktbild aus Asien gibt wenig Anlass zur Erholung: Tokio verliert heute mehr als 4,5 Prozent, Seoul rund 3,7 Prozent. Selbst der Hang Seng gibt nach. Lediglich die chinesischen Festlandbörsen halten sich knapp im grünen Bereich — Peking scheint vom Iran bevorzugte Durchfahrt durch die Straße von Hormus erhalten zu haben.

Für den S&P/ASX 200 bedeutet das: Solange der Konflikt keine greifbare Entspannung zeigt, dürfte der Verkaufsdruck anhalten.

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