Die Wall Street schickt ein bemerkenswertes Signal: Trotz eskalierender Kämpfe im Nahen Osten schlossen die US-Börsen am Montag nahezu unverändert. Der S&P 500 legte sogar minimal um 0,04 Prozent auf 6.881,62 Punkte zu – nachdem er zwischenzeitlich 1,2 Prozent im Minus lag. Eine beeindruckende Kehrtwende.

Angriffe auf Iran – Märkte bleiben cool

Am Wochenende hatten die USA und Israel massive Luftschläge gegen den Iran gestartet, bei denen unter anderem Ajatollah Ali Chamenei getötet wurde. Teheran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel und mehrere arabische Staaten. Die Lage bleibt hochexplosiv – Verteidigungsminister Pete Hegseth kündigte an, die Operationen würden fortgesetzt, bis alle Ziele erreicht seien.

Und die Börse? Zuckt mit den Schultern. Nach anfänglichem Schrecken drehten Tech-Werte und Energieaktien den Index ins Plus. Nvidia kletterte 2,9 Prozent, ConocoPhillips legte 4,2 Prozent zu. Auch Rüstungswerte wie Lockheed Martin (+2,8 Prozent) und RTX (+4,7 Prozent) profitierten.

Strategen sehen Kaufchance

Sowohl JPMorgan als auch Morgan Stanley werten den Rücksetzer als Einstiegsgelegenheit für längerfristig orientierte Anleger. Morgan Stanley rechnet vor: Erst ein Ölpreis von 100 Dollar je Barrel würde den bullischen Ausblick für US-Aktien in den kommenden sechs bis zwölf Monaten belasten. Brent-Öl erreichte zwar zeitweise den höchsten Stand seit Juli 2024, pendelte sich aber bei rund 77 Dollar ein – weit entfernt von der kritischen Schwelle.

Die Tourismus- und Luftfahrtbranche spürte dagegen den Gegenwind. Wynn Resorts verlor über 4 Prozent, American Airlines büßte 4,2 Prozent ein. Kein Wunder: Kriegsszenarien im Nahen Osten vermiesen das Geschäft mit Urlaubern und Geschäftsreisenden.

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ISM-Daten mit gemischter Botschaft

Neben der Geopolitik bewegte der ISM-Einkaufsmanagerindex für Februar die Gemüter. Er fiel zwar leicht, aber weit moderater als erwartet – und blieb klar über der Wachstumsschwelle. Die Preisentwicklung allerdings war robust. Das schürt Inflationssorgen und dämpft Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen durch die Fed.

Unter den „Glorreichen Sieben" dominierten die Gewinner. Neben Nvidia legten auch Apple, Tesla, Meta und Microsoft zu. Alphabet verlor dagegen 1,9 Prozent – der größte Verlierer in dieser illustren Runde.

Der Nasdaq 100 schloss 0,13 Prozent im Plus bei 24.992,60 Punkten. Der Dow Jones gab minimal um 0,15 Prozent auf 48.904,78 Punkte nach – weit entfernt von seinem Mitte Februar erreichten Rekord über 50.500 Punkten.

Die Botschaft des Handelstages: Solange der Ölpreis nicht durchstartet und die US-Wirtschaft stabil bleibt, lassen sich Anleger selbst von Kriegen nicht aus der Ruhe bringen. Ob diese Gelassenheit anhält, wird sich zeigen.

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