Der iranische Raketenangriff auf Katars Flüssiggasanlagen hat die Nervosität an den Börsen weltweit angeheizt. Wall Street blieb zwar vergleichsweise ruhig — aber auch hier kamen Anleger nicht ungeschoren davon.

Der S&P 500 schloss am Donnerstag mit einem Minus von 0,27 Prozent bei 6.606,49 Punkten. Zum Höhepunkt der Turbulenzen hatte der Index noch knapp 0,8 Prozent im Minus gelegen. Dass die Verluste am Ende so überschaubar ausfielen, lag vor allem daran, dass der Ölpreis seine extremen Höhen nicht halten konnte: Brent näherte sich zeitweise der 120-Dollar-Marke, fiel dann aber wieder auf rund 107 Dollar zurück.

Europa und Asien traf es deutlich härter. Der EuroStoxx verlor mehr als zwei Prozent — kein Wunder, denn die Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten ist dort strukturell höher als in den USA.

Flüssiggasausfall trifft globale Versorgung

Der Kern des Problems: Katar betreibt einige der wichtigsten Flüssiggasanlagen der Welt. Deren Beschädigung durch iranische Raketen schürt die Angst vor einem anhaltenden Angebotsausfall — mit direkten Folgen für die Inflationserwartungen. US-Präsident Trump drohte bereits, das vom Iran mitgenutzte Gasfeld „South Pars" militärisch anzugreifen, sollten die Attacken auf Katars Infrastruktur weitergehen.

Strategen warnen, das Szenario könnte jenem nach der Ukraine-Invasion 2022 ähneln — damals folgten auf den ersten Energieschock monatelange Börsenkorrekturen, ehe eine Erholung einsetzte. Hinzu kommt: Die Bewertungen an den US-Märkten gelten weiterhin als hoch, was den Spielraum nach unten vergrößert.

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Rohstoff- und Einzelwerte unter Druck

Besonders schmerzhaft war der Handelstag für Bergbau- und Metallwerte. Weil die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen schwindet, rutschten Gold- und Silberpreise ebenso ab wie Industriemetalle. Newmont Mining verlor fast neun Prozent, beim Aluminiumkonzern Alcoa betrug der Abschlag sogar fast zehn Prozent.

Auch Alibaba und Micron Technology sorgten für negative Schlagzeilen. Der chinesische Technologieriese enttäuschte mit einem mageren Umsatzwachstum und einem Nettogewinneinbruch von rund zwei Dritteln — die in New York gelisteten Papiere brachen um 6,6 Prozent ein. Micron hingegen überraschte mit soliden Zahlen, büßte aber trotzdem fast vier Prozent ein, weil Anleger die hohen Investitionsausgaben für den Produktionsausbau skeptisch bewerten.

Ein kleines Lichtblick am trüben Handelstag: Align Technology legte knapp zwei Prozent zu, nachdem bekannt wurde, dass Aktivist-Investor Elliott eine bedeutende Beteiligung aufgebaut haben soll.

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