Henkel Aktie: Rally-Dämpfer
Henkel-Anleger müssen zur Wochenmitte einen Gang zurückschalten. Nach der starken Kursentwicklung seit Jahresbeginn mehren sich die Stimmen, die vor einer Überhitzung der Aktie warnen. Reicht die fundamentale Stärke des Konsumgüterkonzerns aus, um die ambitionierte Bewertung zu rechtfertigen?
Die spanische Großbank Santander reagierte am Dienstag auf den kräftigen Aufwärtstrend und stufte das Papier von „Outperform“ auf „Neutral“ herab. Trotz eines Kursziels von 86,70 Euro sehen die Experten das kurzfristige Potenzial nach der jüngsten Rallye als begrenzt an. Damit schließt sich Santander einem vorsichtigeren Lager an, in dem bereits Barclays und JPMorgan mit teils deutlich niedrigeren Kurszielen positioniert sind.
Wichtige Eckdaten im Überblick:
- Analysten-Rating: Herabstufung auf „Neutral“ durch Santander (Kursziel: 86,70 €).
- Starke Bilanz: Nettogewinn 2024 auf 2,007 Mrd. € gesteigert (Vorjahr: 1,318 Mrd. €).
- Kapitalrückgabe: Erhöhung der Dividende um 10,3 % und Aktienrückkaufprogramm über 1 Mrd. € angekündigt.
- Expansion: Übernahme des Spezialbeschichtungsherstellers Stahl für 2,1 Mrd. € im Februar vereinbart.
Operative Stärke trifft auf Bewertungsfragen
Operativ liefert Henkel derzeit wenig Angriffsfläche. Der deutliche Gewinnsprung im Geschäftsjahr 2024 untermauert die Neuausrichtung des Konzerns. Mit der Milliarden-Übernahme von Stahl Parent B.V. forciert das Management zudem den strategischen Ausbau der profitablen Klebstoffsparte (Adhesive Technologies). Diese Schritte sichern langfristiges Wachstum, scheinen im aktuellen Aktienkurs jedoch weitgehend eingepreist zu sein.
Mit einem Kurs von 76,40 € notiert die Aktie aktuell nur rund 2,5 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 78,40 €. Die Kursgewinne von über 16 % seit Jahresbeginn haben dazu geführt, dass der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt auf fast 17 % angewachsen ist. Diese technische Dehnung stützt die Einschätzung der Analysten, dass die Aktie nach dem steilen Anstieg eine Atempause benötigt.
Die Konsolidierung auf hohem Niveau ist eine logische Reaktion auf die Bewertungssorgen der Marktbeobachter. Während die Analysten vorerst auf die Bremse treten, liefern die operativen Kennzahlen und die jüngste Akquisition das Fundament für die kommenden Quartale. Entscheidend für den weiteren Kursverlauf wird die erfolgreiche Integration der neuen Spezialbeschichtungs-Sparte und deren Beitrag zur Marge im laufenden Geschäftsjahr sein.
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