Solana: Regulierungs-Durchbruch?
Solana hat diese Woche erstmals seit Dezember die wichtige Marke von 147 Dollar durchbrochen – doch der Ausbruch hält bisher nicht. Während die technische Seite schwächelt, könnte ein anderer Katalysator die Kryptowährung nachhaltig nach oben treiben: Der „Clarity Act" des US-Senats verspricht einen regulatorischen Status auf Augenhöhe mit Bitcoin und Ethereum. Gleichzeitig fließt frisches Geld in die neuen Spot-ETFs.
Technischer Ausbruch auf wackeligen Beinen
Am 14. Januar kletterte SOL kurzfristig auf 148,33 Dollar und überwand damit eine Widerstandslinie, die seit Anfang Dezember gehalten hatte. Doch die Euphorie verflog schnell: Aktuell notiert die Kryptowährung wieder bei rund 143 Dollar – ein Rücksetzer von knapp vier Prozent.
Die nächsten relevanten Hürden liegen bei 155,82 Dollar (August-Tief 2025) und 172,72 Dollar (200-Tage-Durchschnitt). Nach unten bieten die Bereiche um 137,70 und 132,60 Dollar Unterstützung. Das Handelsvolumen bleibt mit knapp fünf Milliarden Dollar binnen 24 Stunden robust, die Volatilität liegt annualisiert bei hohen 34,65 Prozent.
Verglichen mit dem Vorjahreswert von 211 Dollar hat SOL rund ein Drittel an Wert verloren. Vom Allzeithoch bei 293 Dollar, erreicht vor knapp einem Jahr, ist der Token ohnehin weit entfernt.
ETF-Zuflüsse auf Vier-Wochen-Hoch
Am 15. Januar verzeichneten die US-Spot-ETFs auf Solana Nettozuflüsse von 23,57 Millionen Dollar – der höchste Wert seit vier Wochen. Nachdem institutionelles Interesse zuletzt nur verhalten ausfiel, könnte dies ein erstes Signal für wiederkehrende Nachfrage sein.
Allerdings mahnen Analysten zur Vorsicht. Illia Otychenko von CEX.IO weist darauf hin, dass die ETF-Vermögen gerade einmal 1,5 Prozent der Solana-Marktkapitalisierung ausmachen. Ihr tägliches Handelsvolumen liegt unter einem Prozent des gesamten Spot-Marktes – zu wenig für einen nachhaltigen Kursschub.
Morgan Stanley hat derweil bei der SEC einen Solana Trust für Privatkunden angemeldet. Es wäre das erste derartige Produkt einer großen US-Bank für SOL.
Der „Clarity Act" als Game Changer
Die möglicherweise wichtigste Entwicklung ereignete sich abseits der Charts: Am 13. Januar veröffentlichte der Bankenausschuss des US-Senats einen Gesetzentwurf, der Solana denselben regulatorischen Status verleihen könnte wie Bitcoin und Ethereum.
Der „Clarity Act" definiert Kryptowährungen mit börsengehandelten Produkten zum Stichtag 1. Januar 2026 als „nicht-nebensächliche" Assets. Diese wären von den Offenlegungspflichten der Wertpapieraufsicht SEC ausgenommen – eine erhebliche regulatorische Erleichterung.
„Wird der Entwurf in dieser Form beschlossen, würden SOL, XRP und DOGE in die gleiche Compliance-Zone rücken, die bei Bitcoin und Ethereum institutionelle Nachfrage freigesetzt hat", erklärt Joshua Chu von der Hong Kong Web3 Association. Der Bankenausschuss debattiert den Entwurf noch diese Woche.
Blockchain stark, On-Chain-Daten gemischt
Solanas Netzwerk bleibt technisch robust: 2025 verarbeitete die Blockchain 1,6 Billionen Dollar Handelsvolumen und sicherte sich zwölf Prozent des gesamten Krypto-Marktes. Dezentrale Börsen wie Jupiter, Raydium und Orca dominierten das DeFi-Segment.
Doch einige Frühindikatoren für 2026 geben Anlass zur Vorsicht:
- Die Zahl neu erstellter Wallets brach von 30,2 Millionen (November 2024) auf 7,3 Millionen ein
- Das Network-Value-to-Transaction-Verhältnis erreichte ein Sieben-Monats-Hoch – ein Hinweis auf mögliche Überbewertung
- Die Aktivität auf dezentralen Börsen kühlte nach dem starken Vorjahr ab
Immerhin: Das in DeFi-Protokollen gebundene Kapital (TVL) liegt stabil bei 11,5 Milliarden Dollar. Jupiter Lend knackte binnen 24 Stunden nach Start die 500-Millionen-Marke, während Kamino mit 2,8 Milliarden Dollar das größte Protokoll bleibt.
Entscheidende Wochen stehen an
Die kommenden Tage dürften zeigen, ob Solana den technischen Ausbruch verteidigen kann oder zurück in die Spanne um 130 bis 135 Dollar rutscht. Entscheidender könnte jedoch der Ausgang der Senatsdebatte sein: Beschließt der Bankenausschuss den „Clarity Act", würde das institutionellen Investoren deutlich mehr Sicherheit bieten. Combined mit steigenden ETF-Zuflüssen könnte das die Basis für einen nachhaltigen Aufwärtstrend legen – vorausgesetzt, die On-Chain-Aktivität erholt sich ebenfalls.
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