Solana: Psychologische Marke gebrochen
Für Solana-Anleger wird die Luft dünner. Der Kurs ist am Mittwoch unter die wichtige Marke von 100 Dollar gerutscht, getrieben von institutioneller Zurückhaltung und gesenkten Analystenerwartungen. Während der Preis fällt, läuft das Netzwerk eigentlich auf Hochtouren – eine fundamentale Diskrepanz, die derzeit das Marktbild prägt.
Standard Chartered korrigiert Prognose
Maßgeblich zur aktuellen Verunsicherung trägt eine neue Analyse von Standard Chartered bei. Die Bank hat ihr Kursziel für Ende 2026 von ursprünglich 310 auf nun 250 Dollar gesenkt. Als Hauptgrund nennen die Experten um Geoffrey Kendrick eine langsamere Adaption in spezifischen Sektoren: Sowohl bei Mikrozahlungen als auch bei der Nutzung von Stablecoins schreitet die Skalierung weniger schnell voran als erhofft.
Trotz der kurzfristigen Korrektur bleibt die langfristige Perspektive der Bank positiv. Standard Chartered hält an dem ambitionierten Kursziel von 2.000 Dollar für das Jahr 2030 fest und geht davon aus, dass Solana von kommerziellen Anwendungen mit hohem Durchsatz profitieren wird. Für die Jahre 2026 und 2027 warnen die Analysten jedoch vor einer möglichen Underperformance gegenüber Ethereum.
Schwache ETF-Nachfrage und Verkaufsdruck
Der Rutsch unter die 100-Dollar-Marke – aktuell notiert der Coin bei 91,01 Dollar – markiert eine signifikante Verschiebung in der Marktstruktur. Mehrere Faktoren befeuern den Abwärtstrend, der sich in einem Minus von rund 28 Prozent über die letzten sieben Tage widerspiegelt:
- Verhaltene ETF-Zuflüsse: Die institutionelle Nachfrage über US-Spot-ETFs bleibt schwach. Zuflüsse von lediglich 1,24 Millionen Dollar am Dienstag reichten nicht aus, um den breiteren Verkaufsdruck auszugleichen. Gleichzeitig belasten Abflüsse aus Grayscale-Produkten die Stimmung.
- Unstaking: On-Chain-Daten deuten auf eine sinkende Haltebereitschaft hin. In den letzten Wochen wurden rund 1,15 Millionen SOL aus dem Staking gelöst ("Unstaking"), was oft einem Verkauf vorausgeht.
- Derivate-Markt: Das Open Interest ist rückläufig, begleitet von Liquidationen bei Long-Positionen.
Diskrepanz zwischen Nutzung und Preis
Besonders auffällig ist der Widerspruch zwischen der Kursentwicklung und der tatsächlichen Netzwerknutzung. Fundamental betrachtet sind die Metriken robust: Im Januar 2026 führte Solana das Feld bei dezentralen Börsen (DEX) mit einem Volumen von 117,7 Milliarden Dollar an. Obwohl das Netzwerk intensiv für Handel und Transaktionen genutzt wird, schlägt sich diese Utility derzeit nicht im Preis nieder. Analysten beschreiben dies als eine Entkopplung von Gebührengenerierung und Token-Nachfrage.
Mit dem aktuellen Kursniveau testet Solana bereits die kritische Unterstützungszone zwischen 90 und 95 Dollar. Marktbeobachter warnen, dass ein bestätigter Durchbruch unter die Marke von 88 Dollar den Weg in Richtung tieferer Liquiditätszonen bei 78 bis 80 Dollar ebnen könnte. Um den unmittelbaren Abwärtstrend zu neutralisieren, wäre eine schnelle Rückeroberung der Zone über 100 bis 102 Dollar erforderlich.
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