Solana verliert innerhalb einer Woche rund elf Prozent an Wert. Auslöser sind eine Sammelklage gegen zentrale Ökosystem-Akteure, geopolitische Spannungen und der Abfluss von Stablecoins im Milliardenwert. Gleichzeitig verzeichnet das Netzwerk Rekorde beim Staking und wachsende Nutzerzahlen. Wie passt das zusammen?

Die Belastungsfaktoren

Der Druck auf Solana kommt von mehreren Seiten. Eine neu eingereichte Sammelklage richtet sich gegen die Solana Foundation sowie gegen Pump.fun, eine prominente Memecoin-Plattform im Ökosystem. Die rechtlichen Unsicherheiten könnten Entwicklungsinitiativen bremsen und belasten das Vertrauen der Investoren.

Hinzu kommen makroökonomische Gegenwinde. Geopolitische Spannungen – darunter Diskussionen um mögliche US-Aktionen bezüglich Grönland und europäische Zollpläne – treiben einen "Sell U.S."-Trend, der auch Kryptowährungen erfasst.

Besonders aufschlussreich: In den vergangenen 30 Tagen flossen Stablecoins im Wert von rund 2,7 Milliarden Dollar aus dem Solana-Netzwerk ab – ein Rückgang um 17 Prozent. Das Kapital wandert offenbar ab, sucht sich neue Anlagemöglichkeiten. Interessant dabei: Auch Ethereum verzeichnet leichte Abflüsse von etwa einem Prozent. Die Gelder fließen also nicht automatisch zur Hauptkonkurrenz.

Was die On-Chain-Daten zeigen

Trotz des Preisdrucks erzählt die Netzwerkaktivität eine andere Geschichte. Der Gesamtwert der im Staking gebundenen SOL-Token hat mit 60 Milliarden Dollar ein Allzeithoch erreicht. Rund 70 Prozent aller SOL sind mittlerweile gestaked – ein Signal für langfristige Haltebereitschaft und reduziertes zirkulierendes Angebot.

Auch der Total Value Locked (TVL) im DeFi-Bereich wächst kontinuierlich. Von etwa 8,8 Milliarden Dollar ist er innerhalb eines Monats auf 9,2 Milliarden Dollar gestiegen. Längerfristig betrachtet hat sich der TVL von Ende 2024 bis Ende 2025 nahezu verdreifacht – von 4,6 auf rund 12,2 Milliarden Dollar.

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Die dezentralen Börsen auf Solana verarbeiteten im April 2025 ein Handelsvolumen von etwa 111 Milliarden Dollar, ein Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vormonat. Geschwindigkeit und niedrige Transaktionskosten machen das Netzwerk für Trader attraktiv.

Neue Initiativen

Positive Impulse kommen aus der Tokenisierungsecke. Ondo Finance kündigte an, traditionelle Finanzassets wie Nvidia- oder Microsoft-Aktien über Solana handelbar zu machen. Ein Schritt, der klassische und dezentrale Finanzwelt verbinden könnte – auch wenn diese Nachricht den Kursrückgang nicht stoppen konnte.

Zudem wurde ein 35-Millionen-Dollar-Fonds aufgelegt, um frühe Projekte auf Solana zu unterstützen. Allein im dritten Quartal 2024 sammelten Solana-Projekte 173 Millionen Dollar ein – der stärkste Wert seit 2022. Auch institutionelles Interesse bleibt sichtbar: Am 21. Januar 2026 verzeichneten Solana-Spot-ETFs deutliche Zuflüsse.

Technische Marken

Auf der Unterseite liegen wichtige Unterstützungszonen zwischen 125 und 130 Dollar. Darunter käme die Dezember-Marke von 118 Dollar ins Spiel. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 132 Dollar. Auf der Oberseite stellt der Bereich um 140 bis 150 Dollar eine entscheidende Hürde dar.

Der Kontrast zwischen fallenden Preisen und steigender Netzwerknutzung wird sich erst auflösen, wenn entweder die rechtlichen Unsicherheiten geklärt sind oder der breitere Kryptomarkt wieder an Fahrt gewinnt. Die Rückkehr von Stablecoin-Zuflüssen dürfte dabei ein wichtiger Indikator sein.

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