Solana schließt das Jahr 2025 mit beeindruckenden Fundamentaldaten ab: kein anderer Layer-1-Blockchain erzielt mehr laufende Einnahmen aus Gebühren, die DeFi-Aktivität wächst deutlich, und die institutionelle Infrastruktur wurde in wenigen Monaten massiv ausgebaut. Gleichzeitig notiert der SOL-Token nahe seinem Jahrestief – ein deutlicher Hinweis darauf, dass Marktpreis und Netzwerkleistung aktuell weit auseinanderliegen.

Kursverlauf: Nähe zum Jahrestief

Nach einem schwankungsreichen Dezember pendelt Solana zum Wochenende knapp über der Unterstützungszone um 120 US‑Dollar. Mit 120,09 US‑Dollar liegt der Kurs nur rund ein halbes Prozent über dem 52‑Wochen‑Tief von 119,47 US‑Dollar und fast 49 % unter dem Höchststand der vergangenen zwölf Monate. Der Abstand von gut 12 % zum 50‑Tage‑Durchschnitt und ein RSI von 40,2 unterstreichen, dass der Titel technisch angeschlagen bleibt, ohne allerdings in klar überverkauftes Terrain zu rutschen.

Die kurzfristige Spanne zwischen etwa 120 und 126 US‑Dollar dient dabei als zentrale Orientierungszone: unten mehrere getestete Unterstützungen nach dem Dezember‑Ausverkauf, oben ein Bereich, in dem Verkäufer bislang dominant blieben. Erst ein stabiler Ausbruch über diese Zone würde aus charttechnischer Sicht Spielraum für eine Erholung in Richtung der früheren Konsolidationsbereiche eröffnen.

Institutionelle Welle: ETFs und Fonds

2025 war für Solana das Jahr, in dem der Zugang für traditionelle Investoren auf eine neue Stufe gehoben wurde. Im Zentrum steht der Start des Bitwise Solana ETF (BSOL) am 28. Oktober 2025, der mit 56 Millionen US‑Dollar Handelsvolumen am ersten Tag das stärkste Krypto‑ETF‑Debüt des Jahres hinlegte. Seither verzeichnete der ETF 33 Handelstage in Folge Nettozuflüsse und sammelte dabei mehr als 647 Millionen US‑Dollar ein – ein Wert, den Marktbeobachter als außergewöhnlich erfolgreichen Start werten.

Parallel dazu ist eine breite institutionelle Infrastruktur entstanden:

  • Fidelity brachte im November den Fidelity Solana Fund (FSOL) an den Start.
  • Charles Schwab führte im Dezember Solana‑Futures für institutionelle wie private Kunden ein.
  • VanEck legte den VSOL‑ETF mit Nullgebühren für die ersten 1 Milliarde US‑Dollar Volumen auf.
  • Treasury‑Spezialisten haben mindestens 12,5 Millionen SOL gestakt – mehr als 3 % des zirkulierenden Angebots.
  • Analysten von Bloomberg Intelligence sehen die Wahrscheinlichkeit zusätzlicher SOL‑Produkte bis Jahresende bei 95 %.

Damit ist Solana für professionelle Anleger 2025 deutlich zugänglicher geworden – von Spot‑ETFs über aktiv gemanagte Fonds bis hin zu Derivaten.

Fundamentaldaten: Erlösführer im Blockchain‑Sektor

Auf Netzwerkebene hat Solana 2025 seine Rolle als umsatzstärkste Layer‑1‑Blockchain gefestigt. Mit 1,3 Milliarden US‑Dollar an jährlichen Netzgebühren liegt das Protokoll klar vor Ethereum mit 524 Millionen US‑Dollar. Laut Daten von CryptoRank und Artemis Analytics ist dies bereits das dritte Quartal in Folge, in dem Solana die Konkurrenz in puncto Einnahmen hinter sich lässt.

Ein Blick auf die On‑Chain‑Kennzahlen verdeutlicht die Breite dieser Entwicklung:

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  • Rund 39,8 Millionen aktive Adressen im Jahr 2025
  • Total Value Locked (TVL) von 17,3 Milliarden US‑Dollar im DeFi‑Ökosystem
  • Knapp 17 Milliarden US‑Dollar Stablecoin‑Volumen, davon rund 10 Milliarden US‑Dollar in USDC
  • Mehr als 200 Milliarden abgewickelte Transaktionen in den vergangenen zwei Jahren, laut den vorliegenden Daten mehr als alle anderen Blockchains zusammen

Ein zentraler technischer Baustein dieser Entwicklung ist das 2025 implementierte Firedancer‑Upgrade, das die Kapazität offiziell auf 65.000 Transaktionen pro Sekunde hob; interne Tests erreichten sogar bis zu 1 Million Transaktionen pro Sekunde. Damit steht dem Netzwerk reichlich Puffer für weiteres Wachstum zur Verfügung.

DeFi: Wachstum trotz Gegenwind

Auch der DeFi‑Sektor auf Solana hat 2025 zugelegt. Die Kreditmärkte erreichten im Dezember einen TVL von 3,6 Milliarden US‑Dollar – ein Plus von 33 % gegenüber 2,7 Milliarden US‑Dollar im Dezember 2024. Besonders auffällig sind einige Protokolle, die als Wachstumstreiber fungieren:

  • Kamino führt mit 2,8 Milliarden US‑Dollar den DeFi‑TVL an und steigert sich im Quartal um 33,1 %.
  • Jupiter überschritt nach dem Start von „Jupiter Lend“ im August binnen 24 Stunden die Marke von 500 Millionen US‑Dollar TVL und lag im Oktober bereits bei 1,65 Milliarden US‑Dollar.
  • Gauntlet managt rund 140 Millionen US‑Dollar über mehrere Solana‑Protokolle hinweg und bringt damit institutionelle Risikomodelle in das Ökosystem ein.

Dazu kommt die Integration von Wrapped XRP (wXRP) durch Hex Trust am 12. Dezember, die Solanas Rolle als Brücke zwischen verschiedenen Ketten stärkt und zusätzliche Anwendungsfälle im DeFi‑Bereich eröffnet.

Breakpoint 2025: TradFi rückt näher

Auf der Breakpoint‑Konferenz in Abu Dhabi vom 11. bis 13. Dezember 2025 zeigte die Solana‑Foundation, wie stark die Verbindung zur traditionellen Finanzwelt inzwischen ist. Zu den wichtigsten Ankündigungen zählten:

  • J.P. Morgan arrangierte für Galaxy Digital die erste Emission von US‑Commercial‑Paper auf Solana.
  • R3 kündigte „Corda“ an, einen regulierten Marktplatz für Real‑World‑Assets, der Anfang 2026 auf Solana starten soll.
  • Anza stellte ein Redesign der Blockproduktion mit mehreren gleichzeitigen Proposern (MCP) vor.
  • Solana Mobile gab eine Integration seiner Software‑Schicht auf Chip‑Ebene in Android‑Prozessoren von MediaTek bekannt.
  • Der Firedancer‑Validator‑Client ging im Mainnet live.

Bereits zuvor hatten große Vermögensverwalter tokenisierte Fonds auf Solana erweitert: BlackRock brachte seinen BUIDL‑Fonds im März 2025 auf die Chain, VanEck folgte im Mai mit dem tokenisierten Treasury‑Fonds VBILL. Beide Produkte gelten als wichtige Schritte, um klassische Finanzanlagen on‑chain verfügbar zu machen.

Lily Liu, Präsidentin der Solana Foundation, fasste den Anspruch des Projekts auf der Konferenz prägnant zusammen: Man liefere produktiv, im großen Maßstab, mit realem Kapital und einer echten Community im Rücken.

Marktstimmung und Bewertungsdebatte

Trotz dieser Kennzahlen ist die Stimmung im Lager der Token‑Investoren gemischt. Der Rückgang um 58 % gegenüber dem Allzeithoch vom Januar 2025 hat eine intensive Diskussion darüber ausgelöst, wie der wirtschaftliche Erfolg des Netzwerks überhaupt im Tokenpreis ankommen kann. Dabei stehen Mechanismen wie potenzielle Fee‑Burns oder Modelle einer direkten Umsatzbeteiligung für Tokenhalter im Fokus der Debatte.

Technisch zeichnet sich kurzfristig ein Bild aus neutralen bis leicht angeschlagenen Indikatoren. Die Marktstruktur ist durch ein Übergewicht an Short‑Positionen geprägt, was im Fall positiver Impulse Spielraum für Short‑Squeezes eröffnen könnte. Gleichzeitig deuten die aktuellen Indikatoren eher auf eine Fortsetzung der Seitwärtsbewegung in der Nähe der Jahrestiefs hin, solange der Bereich um 120 US‑Dollar nicht dynamisch nach unten oder oben verlassen wird.

Ausblick: Starke Infrastruktur, offener Value‑Case

Zum Jahresende 2025 hat sich Solana von einem spekulativen Umfeld hin zu einer Plattform mit ernsthafter, institutioneller Nutzung entwickelt. Rekordhafte Netzwerkumsätze, die Erfolgsbilanz der neuen ETFs und die zunehmende Tokenisierung klassischer Finanzprodukte auf Solana bilden ein solides Fundament für 2026.

Entscheidend wird nun, ob das Ökosystem Wege findet, die klaren wirtschaftlichen Erfolge des Netzwerks in einen überzeugenden Value‑Case für den SOL‑Token zu übersetzen – etwa durch konkrete Entscheidungen zur Gebührenverwendung oder neue Designs der Tokenökonomie. Mit weiterer regulatorischer Klarheit und zusätzlichen Produkten auf institutioneller Seite stehen die Chancen gut, dass sich in den kommenden Quartalen zeigen wird, ob die aktuelle Lücke zwischen Fundamentaldaten und Kursentwicklung kleiner wird.

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