Solana: Fundament hält
Solana gerät im aktuellen Krypto-Abschwung unter Druck, doch die Daten hinter dem Kurs erzählen eine andere Geschichte. Während Trader nervös auf kurzfristige Unterstützungsmarken schauen, wächst das Netzwerk im Hintergrund weiter deutlich. Spannend ist vor allem die Frage, wie lange sich die Diskrepanz zwischen schwacher Stimmung am Markt und robusten Fundamentaldaten halten kann.
Kurzfristiger Druck am Markt
Solana bewegt sich in einem schwächeren Gesamtmarktumfeld, in dem viele Kryptowährungen in den vergangenen Tagen nachgegeben haben. In den Derivatemärkten zeigt sich eine klar vorsichtige Haltung: Allein in den letzten 24 Stunden wurden Long-Positionen im Volumen von über 20 Millionen US-Dollar liquidiert. Hebelkäufer wurden damit aus dem Markt gedrängt, was den kurzfristigen Abwärtsdruck verstärkt hat.
Auch auf Sicht von sieben Tagen steht Solana im Minus. Der Coin liegt aktuell bei 127,79 US-Dollar und damit klar unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 132,38 US-Dollar, was den kurzfristigen Abwärtstrend unterstreicht. Zugleich notiert SOL rund 45 % unter dem 52‑Wochen‑Hoch – allerdings noch mit einigem Abstand über dem jüngsten Jahrestief.
Trotz dieses Bildes im Spot- und Derivatemarkt bleibt eine wichtige Käufergruppe aktiv: institutionelle Investoren. Solana-spezifische ETFs verzeichnen laut den vorliegenden Daten in der vergangenen Woche Zuflüsse von 49,1 Millionen US-Dollar, die gesamten Nettozuflüsse summieren sich inzwischen auf 876 Millionen US-Dollar. Das deutet auf ein weiterhin positives längerfristiges Interesse professioneller Anleger hin.
On-Chain-Daten zeigen Stärke
Deutlich freundlicher fällt der Blick auf die Blockchain-Daten aus. Die Netzwerkaktivität bleibt hoch, die Zahl täglich aktiver Wallet-Adressen nähert sich 2,9 Millionen. Für ein Netzwerk, das mitten in einer Marktphase mit gedämpfter Risikobereitschaft steht, ist das ein klarer Hinweis auf intensive Nutzung.
Besonders aussagekräftig ist der Anteil der gestakten SOL-Token. Rund 68,9 % des Umlaufs sind aktuell gebunden, was einem Gegenwert von über 54 Milliarden US-Dollar entspricht. Ein so hoher Staking-Anteil signalisiert Vertrauen: Viele Inhaber entscheiden sich, ihre Coins langfristig zur Absicherung des Netzwerks einzusetzen, statt kurzfristig auf Kursbewegungen zu spekulieren.
Zusätzlich ist die verfügbare Menge an SOL auf zentralen Börsen auf ein Zwei-Jahres-Tief gefallen. Das kann auf nachlassenden Verkaufsdruck hindeuten, weil weniger Coins unmittelbar handelbar sind. Parallel dazu bauen größere Wallets mit Beständen zwischen 1.000 und 10.000 SOL ihre Positionen seit Ende November 2025 aus. Diese Adressen gelten häufig als professioneller oder zumindest gut informierter Marktteil.
Institutionen und Infrastruktur im Fokus
Neben den On-Chain-Zahlen sprechen mehrere Entwicklungen im Umfeld von Solana für wachsende Akzeptanz im traditionellen Finanzsystem. Die New York Stock Exchange plant eine blockchainbasierte Plattform für tokenisierte Wertpapiere. Zwar wurde kein exklusiver Fokus auf Solana genannt, doch effiziente und performante Netzwerke wie Solana könnten von diesem Schritt eines etablierten Marktbetreibers profitieren.
Noch konkreter ist die angekündigte Stablecoin-Initiative: Der seit 175 Jahren aktive Zahlungsdienstleister Western Union will in der ersten Jahreshälfte 2026 einen US-Dollar-Stablecoin auf Solana ausgeben. Für ein klassisches Finanzhaus dieser Größenordnung ist das ein deutliches Signal des Vertrauens in die technische Basis der Blockchain. Zuvor hatte bereits WisdomTree Solanas starke Position bei Transaktionsvolumen und DeFi-Erlösen hervorgehoben.
Zusätzlichen Rückenwind liefern Berichte, wonach Institute wie Morgan Stanley Anträge für Spot-SOL-ETFs eingereicht haben. Gelingt hier eine Zulassung, könnte Solana für ein noch breiteres institutionelles Publikum investierbar werden.
Auf technischer Ebene treibt das Entwicklerökosystem die Plattform weiter voran. Anstehende Upgrades wie der Firedancer-Validator-Client und das Alpenglow-Konsensprotokoll zielen darauf ab, Leistung und Skalierbarkeit weiter zu erhöhen. Solche Verbesserungen sind zentral, um steigende Nutzerzahlen und institutionelle Anwendungen langfristig zu stemmen.
Fazit: Starke Basis trotz Gegenwind
Unterm Strich steht Solana kurzfristig unter Marktdruck, zeigt aber gleichzeitig robuste Fundamentaldaten. Die Kombination aus hoher Netzwerkaktivität, hohem Staking-Anteil, sinkendem Börsenbestand und wachsendem institutionellen Engagement zeichnet ein Bild eines Ökosystems, das weiter ausgebaut wird – trotz schwächerer Kurse und vorsichtiger Derivatemärkte.
Wie sich dieser Gegensatz auflöst, dürfte sich vor allem daran entscheiden, ob die anstehenden technischen Upgrades stabil umgesetzt werden und ob die angekündigten Projekte – etwa der Western-Union-Stablecoin und mögliche Spot-ETFs – in den kommenden Monaten wie geplant an den Start gehen.
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