Solana startet ins Jahr 2026 mit einem Bruch zur schwachen Schlussphase von 2025. Nach deutlicher Korrektur von den Hochs prallen Kursverlauf, On-Chain-Daten und technologische Entwicklung nun sichtbar aufeinander. Im Kern steht die Frage, ob die aktuelle Erholung von stabilen Fundamentaldaten getragen wird oder nur eine Zwischenrally in einem volatilen Markt bleibt.

Kursbild und technische Marken

Nach dem Rückgang im zweiten Halbjahr 2025 hat sich Solana in einer Unterstützungszone um 120 bis 130 US‑Dollar stabilisiert. Der aktuelle Kurs von 128,34 US‑Dollar liegt leicht im Plus und nur knapp unter dem 50‑Tage-Durchschnitt, was auf eine zaghafte Bodenbildung hindeutet.

Technisch betrachtet rückt vor allem eine Marke in den Fokus: Ein stabiler Ausbruch über 130 US‑Dollar würde den Weg in Richtung 140 bis 150 US‑Dollar öffnen. Auf der Unterseite gilt der Bereich um 120 US‑Dollar als kurzfristig entscheidende Unterstützung. Der RSI um 40 Punkte signalisiert nachlassenden Verkaufsdruck, ohne dass der Markt bereits heißgelaufen wirkt – eine Konstellation, die weitere Aufwärtsversuche begünstigen kann.

On-Chain-Daten: Großinvestoren und Tokenisierung

Parallel zur Stabilisierung des Kurses zeigt die Blockchain-Seite ein deutlich freundlicheres Bild als der Chart der vergangenen Monate.

Aktivität großer Adressen

Daten des Analysehauses Santiment zufolge ist die Akkumulation durch große Wallets zum Jahresauftakt eines der dominierenden Themen. Trotz der vorangegangenen Kursschwäche bauen sogenannte Wale ihre Positionen weiter aus. Marktbeobachter werten dies als Hinweis darauf, dass zentrale Akteure die aktuelle Spanne eher als Einstiegszone denn als Ausstiegsniveau sehen.

Boom bei Real-World Assets

Besonders auffällig ist der Sprung bei tokenisierten Real-World Assets (RWA) auf Solana. Das Volumen dieser auf der Chain abgebildeten Vermögenswerte ist auf rund 873 Millionen US‑Dollar gestiegen – ein Rekordstand und ein deutlicher Sprung gegenüber Anfang 2025.

Treiber sind vor allem institutionelle Projekte, die auf schnelle und kostengünstige Infrastruktur setzen, um klassische Finanzinstrumente zu digitalisieren. Dazu passt, dass:

  • die Stablecoin-Nutzung auf Solana weiter hoch ist,
  • Western Union seine geplante Stablecoin-Remittance-Plattform auf Solana bereits in diesem Quartal vollständig ausrollen will,
  • das Netzwerk in den vergangenen 30 Tagen über 110 Millionen US‑Dollar an Anwendungsumsätzen generiert hat.

Diese Kombination aus Nutzungsdaten und Einnahmen untermauert, dass hinter dem Kurs eine tatsächlich wachsende Ökonomie steht.

Infrastruktur: Firedancer als Schlüsselbaustein

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Auf technischer Ebene vollzieht Solana derzeit eines der wichtigsten Upgrades seiner Geschichte. Der neue Validator-Client Firedancer ist teilweise live: Zwei Validatoren laufen bereits vollständig auf Firedancer, rund 165 weitere betreiben mit „Frankendancer“ eine Hybridversion, die den Übergang absichern soll.

Ziel dieser Architektur ist eine massive Steigerung der möglichen Transaktionen pro Sekunde – theoretisch in Richtung einer Million unter Optimalbedingungen. Für institutionelle Nutzer wie Zahlungsdienstleister oder Emittenten tokenisierter Wertpapiere ist genau diese Skalierbarkeit ein zentrales Argument. Die aktuellen Tests sind daher mehr als ein Technikdetail: Sie bereiten das Netzwerk auf Szenarien vor, in denen Volumina auf dem Niveau klassischer Finanzmarktinfrastruktur abgewickelt werden.

Institutionelles Kapital und Regulierung

Auch auf der regulatorischen und produktseitigen Ebene hat sich das Umfeld gewandelt. Ende 2025 wurden mehrere Solana-Spot-ETFs in den USA zugelassen. Produkte von Anbietern wie Bitwise, VanEck und Fidelity zogen bis Jahresende bereits rund 476 Millionen US‑Dollar an Zuflüssen an und haben damit geholfen, die Markstruktur zu stabilisieren.

Für 2026 rückt nun der CLARITY Act in den Mittelpunkt. Dieser Gesetzesentwurf soll den regulatorischen Rahmen für Tokenisierung und digitale Wertpapiere weiter präzisieren. Analysten – unter anderem bei Bitwise – sehen darin einen potenziellen Katalysator: Sollte der Entwurf in der aktuellen Form verabschiedet werden, könnte dies eine neue Welle institutioneller Tokenisierungsprojekte auslösen, bei der Solana aufgrund seiner bestehenden RWA- und Stablecoin-Infrastruktur gut positioniert wäre.

Sentiment und Szenarien für die nächsten Wochen

Stimmungsseitig ist der Ton zum Jahresstart spürbar von Angst auf vorsichtiges Interesse umgeschlagen. Dafür sorgen vor allem drei Faktoren: verstärkte Wal-Akkumulation, Rekordwerte bei Real-World Assets und der laufende Firedancer-Rollout.

Kurzfristig kristallisieren sich zwei zentrale Kursmarken heraus:

  • Ein überzeugender Durchbruch und Verbleib über 130 US‑Dollar würde das Bild einer durch institutionelle Nachfrage gestützten Erholung festigen und einen Vorstoß in Richtung 150 bis 160 US‑Dollar im weiteren Verlauf des ersten Quartals plausibel machen.
  • Ein Rutsch unter 120 US‑Dollar hingegen würde das Stabilisierungsszenario infrage stellen und besonders für neue institutionelle Investoren zum Belastungstest werden.

Unabhängig von kurzfristigen Schwankungen zeigt die Datenlage zum Jahresauftakt: Während der Preis noch mit den Spuren des schwachen zweiten Halbjahres 2025 ringt, wachsen Nutzung, Einnahmen und Infrastruktur der Solana-Blockchain so stark wie nie zuvor.

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