Solana: Brillante Performance!
Solana startet ins Jahr 2026 mit einem Spannungsfeld aus starken Fundamentaldaten und spürbarem Gegenwind am Markt. Während die Blockchain bei Transaktionen, DeFi-Aktivität und institutioneller Nutzung neue Maßstäbe setzt, bleibt der Kurs deutlich von seinen Höchstständen entfernt. Entscheidend wird sein, ob die Kombination aus ETF-Zuflüssen, Whale-Käufen und Technik-Upgrades ausreicht, um die aktuelle Schwächephase zu drehen.
Kurslage und technische Marken
SOL bewegt sich aktuell im Bereich um 126,73 US‑Dollar und damit klar unter seinem Rekordhoch von 293 US‑Dollar aus Januar 2025. Gegenüber diesem Peak liegt der Token rund 35 bis 46 Prozent zurück, nach einem auffällig schwankungsreichen vierten Quartal 2025. Kurzfristig stabilisiert sich der Kurs über einer wichtigen Unterstützungszone.
Charttechnisch rückt vor allem der Bereich um 118 US‑Dollar in den Fokus. Dort verläuft eine zentrale Unterstützung, deren Bruch laut technischen Analysten Tests tieferer Zonen um 112 oder sogar 100 bis 90 US‑Dollar auslösen könnte. Auf der Oberseite bremsen aktuell 129 bis 135 US‑Dollar, ein Ausbruch darüber würde aus Sicht der Charttechnik Spielraum in Richtung 150 bis 180 US‑Dollar eröffnen.
Ein bullischer RSI‑Divergenz auf dem Zwei‑Tages‑Chart deutet auf eine mögliche Trendumkehr hin. Gleichzeitig nähert sich der 100‑Perioden‑EMA einem bärischen Crossover mit dem 200‑Perioden‑EMA – ein Signal, das kurzzeitig für Unsicherheit sorgt. Im Vergleich zu seinem 52‑Wochen‑Hoch bei 234,62 US‑Dollar notiert Solana derzeit knapp 46 Prozent darunter; zum Tief bei 119,47 US‑Dollar beträgt der Abstand gut 6 Prozent.
ETF-Zuflüsse und institutionelle Nachfrage
Stabile Inflows trotz schwächerem Markt
Auf der institutionellen Seite zeigt sich ein deutlich anderes Bild als bei Bitcoin und Ethereum. Seit dem Start der Solana‑Spot‑ETFs gab es bislang keine einzige Woche mit Nettoabflüssen. Besonders stark fiel der November 2025 aus, als rund 420 Millionen US‑Dollar an frischem Kapital in die Produkte flossen – der bislang beste Monat.
Insgesamt summieren sich die ETF‑Zuflüsse auf etwa 755,77 Millionen US‑Dollar, bei durchschnittlich 2,93 Millionen US‑Dollar pro Tag. Bemerkenswert ist eine Serie von 33 Handelstagen mit ununterbrochenen positiven Zuflüssen nach der Breakpoint‑Konferenz 2025. Marktbeobachter sehen darin ein klares Indiz für anhaltendes institutionelles Interesse, gerade im Vergleich zu Bitcoin‑ und Ethereum‑ETFs, die im gleichen Zeitraum Nettoabflüsse verzeichneten.
Analysten gehen zudem davon aus, dass 2026 weitere Solana‑ETFs genehmigt werden. Hintergrund ist der verschlankte Prüfprozess der SEC, der Freigaben innerhalb von 60 bis 75 Tagen ermöglicht und so für schnellere Produktstarts sorgt.
Whale-Käufe als Vertrauenssignal
Unterstützung kommt auch von der On‑Chain‑Seite: Daten von Santiment zeigen, dass die Akkumulation von Solana‑bezogenen Tokens durch große Wallets zum Jahreswechsel 2025/2026 die Krypto‑Social‑Metriken anführte. Diese Adressen kaufen SOL und Ökosystem‑Tokens in Blöcken zu zehn oder mehr Einheiten.
Ein Verhaltens‑Score von rund 70 Prozent wird als Hinweis interpretiert, dass es sich überwiegend um Überzeugungskäufe handelt, nicht um kurzfristiges Momentum‑Trading. Das passt zur Beobachtung, dass die Käufe auch in Phasen erhöhten Marktdrucks anhalten.
Netzwerkaktivität und Fundamentaldaten
Rekordjahr 2025 auf der Chain
Operativ war 2025 ein Ausnahmejahr für Solana. Nach mehreren Kennzahlen war die Blockchain die aktivste am Markt:
- Über 23 Milliarden Transaktionen im Jahr 2025
- Insgesamt mehr als 121 Milliarden Transaktionen seit Start
- Mehr als 50 Millionen monatlich aktive Adressen
- DeFi‑TVL von 8,1 bis 8,6 Milliarden US‑Dollar
- Stablecoin‑Marktkapitalisierung von 14,6 Milliarden US‑Dollar
- Jahresumsatz durch Fees von rund 605,66 Millionen US‑Dollar
- DEX‑Handelsvolumen von 1,6 Billionen US‑Dollar – nur Binance lag höher
Diese Zahlen unterstreichen, dass Solana trotz Kurskorrektur intensiv genutzt wird – sowohl im DeFi‑Bereich als auch im Zahlungs‑ und Trading‑Segment.
Wachstum bei tokenisierten Real-World-Assets
Sehr dynamisch entwickelte sich 2025 auch der Bereich Real‑World‑Assets (RWA). Das auf Solana tokenisierte Volumen stieg auf ein Allzeithoch von 873 Millionen US‑Dollar, ein Plus von rund 325 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders auffällig: Tokenisierte Aktien steuern davon mehr als 181 Millionen US‑Dollar bei. Für viele Marktteilnehmer ist das ein Zeichen, dass institutionelle Akteure Solana verstärkt als Infrastruktur für die Abbildung realer Vermögenswerte nutzen.
Ausblick 2026: Upgrades, Partnerschaften, Risiken
Technische Upgrades und Ökosystem-Meilensteine
Für 2026 sind mehrere große Protokoll‑ und Infrastruktur‑Schritte geplant:
- Alpenglow‑Upgrade: Größeres Protokoll‑Update mit Fokus auf höhere Transaktionsgeschwindigkeit
- SIMD‑0266: Technische Verbesserung zur Effizienzsteigerung des Netzwerks
- Firedancer: Ein neuer Validator‑Client, der Transaktionsraten von über 1 Million Transaktionen pro Sekunde bei Finalität unter 150 Millisekunden ermöglichen soll
Daneben stehen wichtige Ökosystem‑Projekte an:
- Phantom Prediction Markets: Prognosemärkte für berechtigte Nutzer, betrieben über Kalshi
- Western Union Stablecoin: Der Zahlungsriese plant für 2026 den Start eines eigenen Stablecoins auf Solana
- PayPal PYUSD: Der Stablecoin von PayPal läuft primär auf Solana statt auf Ethereum
Diese Kombination aus Infrastruktur‑Upgrades und großen Marken im Stablecoin‑ und Payment‑Bereich stärkt die Position von Solana als Transaktions‑Layer für digitale Finanzanwendungen.
Gegenwind: Aktivitätsrückgang und Marktrisiko
Trotz der starken Fundamentaldaten gibt es klare Schwachstellen:
- Rückgang bei der Aktivität: Im vierten Quartal 2025 fiel die Zahl der monatlichen Trader um 97 Prozent gegenüber den Spitzenwerten.
- Erlösdruck: Die Netzwerkeinnahmen sind seit dem Hoch im Januar 2025 um etwa 90 Prozent zurückgegangen.
- Hohe Bitcoin‑Korrelation: Mit einer Korrelation von 0,89 reagiert SOL stark auf Bewegungen von Bitcoin – in riskanten Marktphasen kann das Abwärtsbewegungen verstärken.
- Stimmung: Der Fear & Greed Index steht bei 29 („Fear“) und signalisiert eine eher vorsichtige Anlegerstimmung.
Auf der Derivateplattform Hyperliquid zeigt sich dieses Bild ebenfalls: Über die vergangenen sieben Tage dominiert netto eine Short‑Positionierung in den meisten Trader‑Segmenten. Gleichzeitig bauen profitablere Tradergruppen („perp winners“) langsam Long‑Positionen auf – offenbar in Erwartung eines freundlicheren Januar, gestützt auf historische Muster.
Historische Januar-Statistik
Ein Blick in die Vergangenheit spricht statistisch für einen soliden Jahresstart:
- Durchschnittliche Januar‑Rendite: 59 Prozent
- Medianzuwachs im Januar: 22 Prozent
- Wiederkehrendes Muster: Roter Dezember, gefolgt von grünem Januar
Konkret: 2022/2023 kam es nach einem schwachen Dezember zu einer Rally von 140 Prozent im Januar, 2024/2025 lag der Zuwachs bei 22,3 Prozent. Da der Dezember 2025 rund 6,94 Prozent im Minus endete, deutet die Historie tendenziell auf eine Erholung im Januar hin – auch wenn vergangene Muster selbstverständlich keine Garantie für die Zukunft sind.
Fazit: Entscheidende Unterstützungszone
Solana steht Anfang 2026 an einem technisch wie fundamental wichtigen Punkt. Auf der positiven Seite stehen starke On‑Chain‑Kennzahlen, kräftige ETF‑Zuflüsse, sichtbare Whale‑Akkumulation und ein prall gefüllter Upgrade‑ und Partnerschafts‑Fahrplan. Dem gegenüber stehen ein deutlicher Rückgang der kurzfristigen Nutzeraktivität, sinkende Erlöse und eine hohe Abhängigkeit von der Bitcoin‑Entwicklung.
Zentral bleibt die Zone zwischen 118 und 125 US‑Dollar: Hält diese Unterstützung und gelingt im Anschluss ein Ausbruch über 130 bis 135 US‑Dollar, wären aus heutiger Sicht Kurse im Bereich 150 bis 180 US‑Dollar das nächsthöhere technische Ziel. Fällt der Kurs dagegen unter die Unterstützung, wäre eine längere Seitwärtsphase oder ein Rücklauf in Richtung 100 US‑Dollar naheliegend. Gelingt parallel die weitere Verankerung von Stablecoins, tokenisierten Assets und institutionellen Produkten, könnte 2026 zu dem Jahr werden, in dem Solana den Schritt von einer High‑Performance‑Chain zu einer tragenden Infrastruktur im globalen Digital‑Finanzsystem vollzieht – vorausgesetzt, das übergeordnete Markt- und Regulierungsumfeld spielt mit.
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