Solana startet mit einem deutlichen Spannungsfeld ins Jahr 2026: Die Blockchain ist so aktiv wie selten zuvor, doch der Kurs tut sich schwer, daraus Kapital zu schlagen. Hohe Transaktionszahlen, mehr Stablecoin-Liquidität und neue technische Upgrades treffen auf verhaltene Marktstimmung und rechtliche Risiken. Entscheidend ist daher: Wie stark tragen Fundamentaldaten und Ökosystem-Wachstum gegen den aktuellen Preisdruck?

Kurs unter Druck, Stimmung verhalten

Nach einem schwankungsreichen Jahreswechsel hat Solana zuletzt einen Boden im Bereich um 120 US-Dollar gefunden. Auf Wochensicht liegt der Coin dennoch klar im Minus, und auch seit Jahresbeginn notiert SOL leicht unter Wasser. Besonders auffällig: Vom 52-Wochen-Hoch ist der Kurs inzwischen fast zur Hälfte entfernt – ein deutlicher Hinweis darauf, dass der Hype des Herbstes 2025 vorerst verflogen ist.

Kurzfristige Trader agieren entsprechend vorsichtig. Mehrere Versuche, höhere Kurszonen zu etablieren, scheiterten an technischen Widerständen. Gleichzeitig verhindert anhaltendes Interesse an Solana-bezogenen Anlageprodukten – inklusive der Diskussion um mögliche ETFs – bislang, dass die Abgaben in einen echten Ausverkauf übergehen. Belastend wirkt daneben eine Sammelklage gegen Solana und verbundene Einheiten, die ein zusätzliches rechtliches Fragezeichen über das Projekt legt.

On-Chain-Daten zeigen Stärke

Abseits des Kursbildes wirkt die Blockchain selbst ausgesprochen lebendig. In den 30 Tagen bis zum 20. Januar 2026 verarbeitete das Netzwerk rund 2,3 Milliarden On-Chain-Transaktionen. Die Zahl der täglich aktiven Wallets lag zunächst bei knapp 2,9 Millionen und sprang Mitte Januar innerhalb einer Woche um 51 Prozent auf über 5 Millionen Adressen.

Auch beim Transaktionsvolumen legte Solana zu: Bis zum 16. Januar stiegen die täglichen Operationen um 20 Prozent auf 78 Millionen. Diese hohen Durchsätze unterstreichen den Anspruch des Netzwerks, schnelle und günstige Transaktionen im großen Stil zu ermöglichen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Entwicklung bei Stablecoins. Das auf Solana zirkulierende Stablecoin-Volumen stieg in nur sieben Tagen um 15 Prozent auf einen Rekordwert von 15 Milliarden US-Dollar. Das signalisiert frische Liquidität im Ökosystem – ein Faktor, der mittelfristig neue DeFi-Anwendungen und Handelsaktivität unterstützen kann.

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Im DeFi-Segment nähert sich der Total Value Locked (TVL) wieder der Marke von 10 Milliarden US-Dollar. Damit bleibt Solana zwar unter dem Rekord von über 12,2 Milliarden aus dem September 2025, bewegt sich aber weiterhin in einer Größenordnung, die die Plattform klar im Kreis der größeren DeFi-Netzwerke verortet.

Upgrades und Integrationen als Wachstumstreiber

Parallel zur Aktivität auf der Chain arbeitet das Solana-Ökosystem an zentralen technischen Weichenstellungen. Zwei große Upgrades befinden sich im Rollout:

  • Firedancer Validator-Client: Ziel ist eine deutlich höhere Transaktionskapazität durch einen alternativen, hochperformanten Validator-Client.
  • Alpenglow Konsensprotokoll: Diese Neuerung, deren Einführung für früh 2026 erwartet wird, soll nahezu sofortige Transaktionsfinalität ermöglichen.

Beide Entwicklungen zielen darauf ab, Skalierung und Zuverlässigkeit der Blockchain weiter zu verbessern – entscheidende Argumente, um dauerhaft Anwendungen und Kapital anzuziehen.

Auch auf der Anwendungsseite tut sich einiges. Das auf Solana liegende Volumen realweltlicher Vermögenswerte (Real World Assets, RWA) hat die Schwelle von 1 Milliarde US-Dollar überschritten und damit ein neues Allzeithoch erreicht. Das zeigt, dass die Tokenisierung traditioneller Assets auf Solana an Fahrt gewinnt.

Ein wichtiges Signal aus der klassischen Finanzwelt kommt von Interactive Brokers: Der globale Broker ermöglicht seit Kurzem rund um die Uhr Einzahlungen mit USDC über das Solana-Netzwerk. Diese Anbindung verknüpft die Blockchain enger mit etablierten Finanzinfrastrukturen und könnte zusätzliche Nutzer und Kapital in das Ökosystem bringen.

Regulierung, ETF-Fantasie und rechtliche Risiken

Konkrete, ausschließlich auf Solana ausgerichtete Regulierungsentscheidungen gab es Anfang 2026 noch nicht. Dennoch schaut der Markt genau hin, wie sich die Rahmenbedingungen weiterentwickeln – nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Zulassung regulierter Produkte auf Bitcoin und Ethereum.

Vor diesem Hintergrund wird das Thema eines möglichen Solana-ETFs immer wieder aufgegriffen. Der Fortschritt bei anderen Krypto-ETPs sorgt dafür, dass entsprechende Spekulationen präsent bleiben und die Wahrnehmung Solanas als ernstzunehmendes Netzwerk stützen. Gleichzeitig stellt die laufende Sammelklage einen potenziellen Gegenwind dar, der regulatorische Diskussionen und Investorenstimmung dämpfen kann.

Ein Netzwerk am Scheideweg

Unterm Strich steht ein gemischtes Bild: Der Kurs von Solana hängt weiterhin an Widerständen fest und signalisiert Zurückhaltung auf der kurzfristigen Zeitebene. Gleichzeitig sprechen die Netzwerkdaten mit hoher Nutzeraktivität, steigenden Stablecoin-Beständen, wachsendem DeFi-Volumen und wichtigen technischen Upgrades für eine solide fundamentale Basis. Für die kommenden Monate dürfte entscheidend sein, ob es Solana gelingt, diese fundamentale Stärke in eine nachhaltige Entspannung beim rechtlichen Umfeld und in eine Erholung der Kursdynamik zu übersetzen.

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