SoftBank rückt in den Mittelpunkt einer neuen japanisch-amerikanischen Investitionsoffensive. Laut mit der Sache vertrauten Kreisen soll der Konzern zu den Kernakteuren eines geplanten Investitionspakets Japans in die USA im Volumen von rund 550 Milliarden US-Dollar zählen. Im Fokus stehen dabei vor allem Infrastruktur- und Rechenzentrumsprojekte, die eng mit der aktuellen KI-Strategie des Unternehmens verwoben sind.

Rechenzentren im Zentrum der Japan-US-Pläne

Ein groß angelegtes Infrastrukturvorhaben zum Bau von Rechenzentren unter Beteiligung der SoftBank Group gehört zu den ersten Projekten, die im Rahmen des bilateralen Investitionsabkommens priorisiert werden. Beide Regierungen haben ihre Gespräche zuletzt intensiviert, um eine erste Projektauswahl rechtzeitig vor dem für das Frühjahr 2026 geplanten USA-Besuch der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi zu finalisieren.

Das Paket ist Teil eines umfassenderen Deals zwischen Tokio und Washington, der auch Zollsenkungen auf japanische Exporte in die USA vorsieht. Geplant ist ein Mix aus staatlichen und privaten Finanzierungsquellen:

  • Eigenkapitalbeteiligungen staatlicher Institutionen
  • Kredite der Japan Bank for International Cooperation (JBIC)
  • Kreditgarantien durch Nippon Export and Investment Insurance (NEXI)
  • Mögliche Finanzierungsbeiträge japanischer Großbanken

Damit könnte SoftBank seine Rolle als Infrastruktur- und Technologielieferant im US-Markt weiter ausbauen.

Kurs schwächer trotz Rückenwind

An der Börse spiegelt sich der geopolitische Rückenwind bislang nur begrenzt wider. Die Aktie notiert bei rund 3.969 Yen an der Tokioter Börse und liegt seit Jahresbeginn etwa 9,5 % im Minus. In den vergangenen fünf Handelstagen ergibt sich ein weiterer Rückgang von etwa 0,7 %.

Rücksetzer nach starkem Jahr 2025

Der aktuelle Rückgang steht im deutlichen Kontrast zur Entwicklung 2025: Damals hatte sich der Kurs mehr als verdoppelt und auf Jahressicht über 100 % Rendite geliefert. Die Korrektur setzt nach einem 52‑Wochen-Hoch von 6.923,75 Yen ein, das Ende Oktober 2025 markiert wurde. Aus technischer Sicht handelt es sich damit bislang um eine deutliche Konsolidierung nach einer außergewöhnlich starken Rally.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei SoftBank?

OpenAI-Partnerschaft wird ausgebaut

Parallel zu den Japan-US-Investitionsplänen treibt SoftBank seine Zusammenarbeit mit OpenAI weiter voran. Am 9. Januar 2026 meldete der Konzern ein gemeinsames Investment von 1 Milliarde US-Dollar mit OpenAI in SB Energy. Ziel ist der Aufbau und Betrieb von KI-Rechenzentren im Rahmen der Stargate-Initiative.

Zudem hat SoftBank seine zugesagten 40 Milliarden US-Dollar in OpenAI bis Ende Dezember 2025 vollständig eingezahlt. Damit ist die bislang größte Einzelverpflichtung des Konzerns im KI-Bereich nun komplett umgesetzt.

Analysten sehen weiteres Potenzial

Trotz der jüngsten Kursverluste bleibt der Analystenkonsens positiv. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 5.360 Yen und signalisiert damit ein theoretisches Aufwärtspotenzial von rund 34 % gegenüber dem aktuellen Kursniveau. Insgesamt 17 Analysten beobachten die Aktie, der Konsens lautet „Buy“.

Kennzahlen im Überblick

Die aktuellen Basisdaten des Konzerns zeigen ein weiterhin starkes Profil:

  • Marktkapitalisierung: ca. 26,4 Billionen Yen
  • Kurs-Gewinn-Verhältnis (TTM): 8,6
  • Nettomarge: 40,9 %
  • Eigenkapitalrendite (TTM): 24,85 %
  • Flüssige Mittel: 4,98 Billionen Yen
  • Verschuldungsgrad (Debt-to-Equity): 119,34 %

Die Kombination aus hoher Profitabilität und signifikanter Verschuldung unterstreicht das bekannte, stark gehebelte Investitionsmodell des Unternehmens.

Nächste Katalysatoren

Die finale Auswahl der Japan-US-Investitionsprojekte erfolgt im politischen Raum: Ein vom US-Handelsminister geführtes Investitionskomitee gibt Empfehlungen an Präsident Donald Trump, der die endgültige Entscheidung trifft. Seit Dezember fanden bereits vier Sitzungen des Konsultationsgremiums statt, an denen unter anderem das US-Handels- und Energieministerium sowie mehrere japanische Regierungsstellen beteiligt waren.

Operativ richtet sich der Blick nun auf den 12. Februar 2026, wenn SoftBank die nächsten Quartalszahlen vorlegt. Dann werden Investoren genauer sehen, wie sich die Vision-Fund-Aktivitäten, die KI-Investitionen und die Kapitalstruktur auf Ergebnis, Cashflow und weitere Pläne des Konzerns auswirken.

SoftBank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SoftBank-Analyse vom 19. Januar liefert die Antwort:

Die neusten SoftBank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SoftBank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

SoftBank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...