SoftBank schließt das Börsenjahr 2025 mit einer tiefgreifenden Neuausrichtung ab. Kern sind ein historisches 41-Milliarden-Dollar-Investment in OpenAI, die Übernahme von DigitalBridge für rund 4 Milliarden Dollar und ein konkreter IPO-Schritt der Hotelkette Oyo. Obwohl die Aktie am letzten Handelstag leicht nachgab, rückt der Konzern damit strategisch klar in Richtung globaler KI-Infrastrukturführer.

Große Kapitaleinsätze in KI und Infrastruktur

Zum Jahreswechsel verdichtet sich die von CEO Masayoshi Son ausgerufene „All-in“-Strategie in Richtung Künstliche Intelligenz. Innerhalb von 48 Stunden hat SoftBank zwei zentrale Großtransaktionen abgeschlossen.

OpenAI-Beteiligung finalisiert

Am Mittwoch hat SoftBank die letzte Tranche seines Großinvestments in OpenAI überwiesen. Mit rund 22,5 Milliarden Dollar zum Jahresende steigt der Gesamtbetrag auf 41 Milliarden Dollar.

  • Rund 30 Milliarden Dollar stammen aus dem Vision Fund
  • Etwa 11 Milliarden Dollar kommen von syndizierten Co-Investoren
  • Ergebnis ist ein Anteil von rund 11 % an OpenAI
  • SoftBank wird damit drittgrößter Anteilseigner hinter Microsoft und der OpenAI Foundation

Die Transaktion bewertet OpenAI mit etwa 300 Milliarden Dollar „post money“. In sekundären Markttransaktionen kursieren dem Bericht nach sogar Bewertungen von bis zu 500 Milliarden Dollar.

DigitalBridge-Übernahme stärkt Infrastruktur

Parallel zur Software-Seite verstärkt SoftBank seine Position im Bereich physischer Infrastruktur. Eine SoftBank-gestützte Einheit will DigitalBridge Group für 16,00 Dollar je Aktie in bar übernehmen. Das entspricht einem Aufschlag von 15 % auf den jüngsten Börsenkurs und einem Dealvolumen von rund 4 Milliarden Dollar.

Mit der Transaktion erhält SoftBank Zugriff auf zentrale digitale Infrastruktur wie Rechenzentren und Mobilfunkmasten – genau jene Kapazitäten, die für das Training großer KI-Modelle notwendig sind.

Oyo bereitet Börsengang vor

Auch im Beteiligungsportfolio gibt es Bewegung: Die Hotelplattform Oyo, inzwischen unter dem Namen Prism aktiv, hat vertraulich ihren Entwurf des Börsenprospekts bei der indischen Finanzaufsicht SEBI eingereicht.

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  • Zielbewertung: 7 bis 8 Milliarden Dollar
  • Angestrebtes Emissionsvolumen: rund 6.650 crore Rupien (etwa 790 Millionen Dollar)
  • SoftBank-Anteil: 40,3 % und damit größter Aktionär

Ein erfolgreicher Börsengang im Jahr 2026 könnte dem Konzern signifikante Liquidität zuführen.

Die „Stargate“-Strategie im Kontext

Die jüngsten Schritte sind Teil einer breiter angelegten, vertikal integrierten Strategie, die intern als „Project Izanagi“ beziehungsweise „Stargate“-Kooperation bekannt ist. Mit OpenAI auf der Modellseite und DigitalBridge auf der Infrastrukturseite arbeitet SoftBank an einem durchgängigen KI-Ökosystem von der Rechenleistung bis zur Anwendung.

Zur Finanzierung dieses Schwenks hat der Konzern 2025 sein Asset-Portfolio umgebaut und liquide Positionen wie Anteile an T-Mobile US und Nvidia veräußert. Die neuen Beteiligungen zahlen auf ein kolportiertes 500-Milliarden-Dollar-Infrastrukturvorhaben mit Oracle und OpenAI ein, bei dem es um den Aufbau von Supercomputer-Clustern in den USA geht.

Das Gesamtvolumen von über 45 Milliarden Dollar an zugesagtem Kapital erhöht zwar das Risiko, folgt aber dem bekannten Muster großer Überzeugungsinvestments bei SoftBank. Die DigitalBridge-Übernahme zielt zudem auf das aktuelle Nadelöhr der Branche: Energie- und Flächenengpässe für KI-Rechenleistung. Gelingt hier der Ausbau, könnte dies eine Art Absicherung sein, falls die Bewertungen im Softwarebereich unter Druck geraten.

Ausblick auf 2026

Zum Start in die ersten Handelstage 2026 richtet sich der Blick nun auf die Marktreaktion auf diese massiven Kapitaleinsätze.

  • Aktiensplit: Am 8. Januar steht ein 4:1-Aktiensplit an. Ziel ist eine höhere Handelbarkeit und ein optisch niedrigerer Stückpreis, insbesondere für Privatanleger.
  • Chartbild: Nach einem sehr schwankungsreichen vierten Quartal 2025 mit starken Ausschlägen und anschließender Konsolidierung hat sich der Kurs zuletzt beruhigt. Der Abschluss des OpenAI-Deals nimmt Unsicherheit bei der Kapitalallokation aus dem Markt.
  • Nächste Katalysatoren: Entscheidend werden nun die Integration von DigitalBridge und der Fortschritt im Genehmigungsprozess des Oyo-Börsengangs in Indien. Bei erfolgreicher Umsetzung beider Projekte hätte die Aktie im ersten Quartal die Chance, die Hochs aus 2025 erneut zu testen.

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