Der südkoreanische Speicherchip-Gigant SK Hynix bereitet den Sprung an die US-Börse vor, um dem chronischen Bewertungsabschlag im Heimatmarkt zu entkommen. Während das Management durch die Ausgabe neuer Aktien frische Milliarden für den KI-Ausbau einsammeln will, wächst bei den bestehenden Anteilseignern der Unmut. Sie fürchten eine spürbare Verwässerung ihrer Anteile.

Am gestrigen Dienstag reichte das Unternehmen vertraulich einen Antrag für ein Listing von American Depositary Receipts (ADRs) bei der US-Börsenaufsicht SEC ein. Hauptmotiv für diesen Schritt ist der sogenannte „Korea-Abschlag“. Obwohl SK Hynix zuletzt höhere operative Gewinne als der US-Konkurrent Micron Technology verzeichnete, wurde die eigene Aktie Ende 2025 nur mit dem Elffachen des Gewinns bewertet. Micron kam zeitgleich auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 29. Ein US-Listing soll nun den Zugang zu internationalen Investoren erleichtern und diese eklatante Lücke schließen.

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Milliarden für die KI-Infrastruktur

Das angestrebte Kapitalvolumen ist gewaltig. Marktberichten zufolge will der Konzern durch die Ausgabe von zwei bis drei Prozent neuer Aktien bis zu 14 Milliarden US-Dollar einnehmen. Diese Mittel fließen direkt in eine aggressive Expansionsstrategie, um die steigende Nachfrage nach KI-Hardware zu bedienen.

Erst gestern bestätigte SK Hynix den Kauf von hochmodernen EUV-Lithografiesystemen des niederländischen Zulieferers ASML für rund acht Milliarden Dollar. Parallel dazu beschleunigt das Unternehmen den Ausbau seines Halbleiter-Clusters im südkoreanischen Yongin und treibt den Bau eines vier Milliarden Dollar teuren Advanced-Packaging-Werks im US-Bundesstaat Indiana voran.

Dominanz trifft auf Aktionärskritik

Operativ profitiert der Konzern enorm vom aktuellen Branchenzyklus. Mit einem globalen Marktanteil von bis zu 62 Prozent bei High-Bandwidth-Memory-Chips (HBM) dominiert SK Hynix das Segment und liefert bereits Muster der neuesten HBM4-Generation an Großkunden aus. Diese starke fundamentale Position spiegelt sich auch im bisherigen Jahresverlauf wider: Die Aktie legte seit Januar um knapp 47 Prozent zu und notiert am heutigen Mittwoch bei 995.000 Südkoreanischen Won.

Allerdings stößt die geplante Finanzierungsmethode auf Widerstand. Die Ausgabe neuer Aktien für das ADR-Listing birgt das Risiko, den Wert der bestehenden Papiere zu verwässern. Das Management macht die endgültige Umsetzung des US-Börsengangs daher von den Marktbedingungen und konkreten Nachfrageprognosen nach Abschluss der SEC-Prüfung abhängig. Der gesamte Listing-Prozess soll noch im laufenden Jahr abgeschlossen werden.

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