Nach dem historischen Rekordhoch im Januar erlebt der Silbermarkt eine deutliche Korrektur. Ein erstarkender US-Dollar und verschobene Zinssenkungsfantasien drücken massiv auf die Notierungen des Edelmetalls. Gleichzeitig verhindert die eskalierende geopolitische Lage im Nahen Osten bislang einen noch tieferen Fall.

Zinsangst stützt den US-Dollar

Zum Wochenstart am Montag gab der Spot-Preis deutlich nach und rutschte im frühen Handel um 2,23 Prozent auf 79,50 US-Dollar je Unze. Verantwortlich für diese Abwärtsbewegung ist primär die US-Geldpolitik. Jüngste Wirtschafts- und Inflationsdaten dämpfen die Hoffnungen auf eine baldige Leitzinssenkung durch die Federal Reserve.

Sollten Anleger Gewinne mitnehmen? Oder startet bei Silber Preis gerade der nächste Boom?

Marktbeobachter haben ihre Erwartungen für den ersten Zinsschritt mittlerweile von Juli auf September verschoben. Das stärkt den US-Dollar und erhöht die Opportunitätskosten für das zinslose Edelmetall. Da Silber in Dollar gehandelt wird, verteuert die starke US-Währung das Metall für internationale Käufer, was die Nachfrage bremst.

Nahost-Konflikt als Preisboden

Einen noch tieferen Fall verhindern derzeit die geopolitischen Rahmenbedingungen. Die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten, insbesondere die Drohungen Teherans bezüglich einer Blockade der Straße von Hormuz, treiben die Energiepreise und schüren globale Inflationssorgen. Diese Gemengelage bietet dem Silberpreis eine spürbare Unterstützungszone, da Investoren in unsicheren Zeiten das Edelmetall als Absicherung nutzen.

Trotz der rasanten Talfahrt vom Allzeithoch bei 121 US-Dollar im Januar bleiben die fundamentalen Nachfragetreiber auf lange Sicht intakt. Der Silbermarkt steuert auf das fünfte Defizitjahr in Folge zu, mit einem kumulierten Angebotsfehlbetrag von 820 Millionen Unzen seit 2021. Allein die Photovoltaikindustrie verschlingt jährlich über 230 Millionen Unzen für den Ausbau von Solarkapazitäten. Analysten von J.P. Morgan kalkulieren für das Gesamtjahr 2026 mit einem Durchschnittspreis von 81 US-Dollar, während eine aktuelle Reuters-Umfrage von 79,50 US-Dollar ausgeht.

Charttechnisch rückt nun die Unterstützungsmarke bei 80 US-Dollar in den Mittelpunkt. Fällt der Preis nachhaltig unter dieses Niveau, droht eine Ausweitung der Korrektur in Richtung der 70-Dollar-Zone. Ein weiteres Abwärtsrisiko für die kommenden Wochen besteht in einer noch restriktiveren Haltung der US-Notenbank, die den gesamten Edelmetallsektor belasten würde.

Silber Preis: Kaufen oder verkaufen?! Neue Silber Preis-Analyse vom 16. März liefert die Antwort:

Die neusten Silber Preis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Silber Preis-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Silber Preis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...