Silber: Volatilität dominiert
Silber wird Anfang März gleich von mehreren Seiten durchgeschüttelt: Die Eskalation im Nahen Osten sorgt für hektische Safe-Haven-Käufe, während ein stärkerer US-Dollar die Rally wieder ausbremst. Parallel verunsichern neue US-Zollregeln die Märkte. Und trotzdem bleibt im Hintergrund ein Punkt bemerkenswert stabil: das strukturelle Angebotsdefizit.
Geopolitik und Dollar als Kurstreiber
US-amerikanische und israelische Angriffe auf den Iran führten zum Tod des iranischen Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei und zur faktischen Schließung der Straße von Hormuz. Weil über diese Route rund ein Fünftel der globalen Öllieferungen läuft, schnellten Risikoaufschläge und Absicherungsbedarf nach oben.
Silber reagierte zunächst mit einem kräftigen Spike: Das Metall erreichte ein Tageshoch von 96,40 US-Dollar je Feinunze, getragen von Safe-Haven-Nachfrage. Danach drehte die Bewegung jedoch – der stärkere US-Dollar drückte den Preis wieder nach unten. Zuletzt lag Silber bei rund 84 US-Dollar und damit mehr als 11% unter dem jüngsten Wochenhoch von 95 US-Dollar.
Zwischen Safe-Haven und Industrierisiko
Der Markt steckt in einem klaren Spannungsfeld: Einerseits stützt geopolitische Unsicherheit Edelmetalle. Andererseits kann eine Störung des Energieflusses über Hormuz die Industrienachfrage belasten – etwa in Elektronik und Solarenergie, also Bereichen, in denen Silber ein wichtiger Rohstoff ist.
Hinzu kommt ein typischer Stressfaktor an den Märkten: In einem „De-Risking“-Umfeld verkaufen Händler auch profitable Positionen, um Verluste an fallenden Aktienmärkten auszugleichen. Das kann kurzfristig zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugen, selbst wenn die grundsätzliche Risikoaversion eigentlich für Edelmetalle spricht.
Zölle, Zinsen – und das Angebotsdefizit als Fundament
Für zusätzliche Unsicherheit sorgt die US-Handelspolitik. Der Supreme Court entschied, dass Präsident Trump für den Großteil seiner Handelsmaßnahmen keine Befugnis hatte. Zölle nach Section 232 (unter anderem auf Autoimporte) bleiben jedoch bestehen. Als Reaktion verhängte Trump eine pauschale 10%-Abgabe auf anderer Rechtsbasis, befristet auf 150 Tage – sofern der Kongress nicht verlängert.
Gleichzeitig preisen die Märkte weiterhin zwei Zinssenkungen der Fed um je 25 Basispunkte für 2026 ein. Spekuliert wird zudem, dass die jüngsten Turbulenzen die Notenbank zusätzlich in Richtung Lockerung drücken könnten.
Trotz dieser kurzfristigen Treiber bleibt die Angebotsseite ein zentraler Stabilitätsanker: Der Silbermarkt steuert laut Daten im Quelltext auf das fünfte Defizitjahr in Folge zu. Von 2021 bis 2026 summiert sich der Angebotsfehlbetrag demnach auf 820 Millionen Unzen. Die Minenproduktion stagniert bei rund 813 Millionen Unzen – auch, weil Silberförderung häufig an die Basismetallproduktion gekoppelt ist.
Ein konkretes Beispiel liefert Fresnillo: Der mexikanische Konzern senkte die Produktionsziele für 2026 auf 42 bis 46,5 Millionen Unzen (zuvor 45 bis 51 Millionen). Und selbst wenn höhere Preise grundsätzlich Anreize schaffen: Neue Minen brauchen laut Text sieben bis fünfzehn Jahre Vorlaufzeit. Gleichzeitig zieht die Nachfrage aus Solar weiter an – die Photovoltaik-Industrie verbraucht jährlich über 230 Millionen Unzen.
Der Blick zurück zeigt, warum die Ausschläge aktuell so heftig wirken: Ende Januar markierte Silber bei rund 120 US-Dollar ein Allzeithoch. Zuvor war der Preis in einem Monat um 72% gestiegen und hatte seit Anfang 2025 um 322% zugelegt. Trotz der Korrektur liegt Silber laut Text weiterhin mehr als 161% über dem Vorjahreswert und steht 2026 noch mehr als 16% im Plus.
Im Ausblick erwarten die Heraeus-Analysten vor einem dauerhaften Boden noch mögliches Abwärtspotenzial – bei gleichzeitig ausgeprägter Volatilität. Unterm Strich bleibt Silber damit ein Markt, in dem kurzfristig Dollar, Geopolitik und Positionierung den Takt vorgeben, während das Angebotsdefizit das mittelfristige Fundament liefert.
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