Silber hat fast 40 % vom Januar-Hoch verloren — und erholt sich gerade trotzdem. Dahinter steckt kein Widerspruch, sondern ein Markt, der von zwei Seiten gleichzeitig unter Spannung steht: kurzfristiger Verkaufsdruck trifft auf strukturelle Knappheit, die sich Jahr für Jahr verschärft.

Sechstes Defizitjahr und neue Nachfragetreiber

2026 dürfte für Silber das sechste Jahr in Folge werden, in dem die Nachfrage das Angebot übersteigt. Gleichzeitig verschiebt sich die Zusammensetzung dieser Nachfrage. Solarmodule verschlingen zwar nach wie vor rund die Hälfte der jährlichen Silberproduktion, aber günstigere Substitutionsmetalle setzen die Solarbranche unter Druck. Den entstehenden Spielraum füllt ein neuer Abnehmer: KI-Rechenzentren, die auf Silbers überlegene elektrische Leitfähigkeit angewiesen sind.

Hinzu kommt die politische Dimension. Im November 2025 nahm die USGS Silber offiziell in ihre Liste kritischer Mineralien auf — ein Schritt mit konkreten Konsequenzen. Section-232-Untersuchungen, beschleunigte Genehmigungsverfahren und Steueranreize für inländische Produktion greifen nun auch für Silber. Bereits die Erwartung möglicher US-Importzölle hat dazu geführt, dass erhebliche Mengen physisches Metall vom Londoner Markt nach New York verlagert wurden — was die globale physische Liquidität weiter verknappt.

China, JPMorgan und ein angespanntes Verhältnis

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Seit dem 1. Januar 2026 unterliegt Silber Chinas Exportkontrollen für Seltene-Erden-Mineralien. Angesichts eines chinesischen Marktanteils von rund 70 % am globalen raffinierten Silberangebot ist das keine Randnotiz.

Das Gold-Silber-Verhältnis liegt aktuell bei 64:1, gegenüber 59:1 zu Jahresbeginn — Silber hat die März-Korrektur also stärker getroffen als Gold. J.P. Morgan erwartet dennoch, dass Silber 2026 im Schnitt bei 81 US-Dollar je Unze notieren wird, mehr als das Doppelte des Vorjahresdurchschnitts. Voraussetzung ist eine stabile globale Nachfrageentwicklung — ein Szenario, das durch einen stärkeren US-Dollar und anhaltende Inflationssorgen derzeit nicht garantiert ist.

Der Spot-Preis liegt heute bei rund 73,24 US-Dollar je Unze. Zwischen dem aktuellen Niveau und dem JPMorgan-Ziel bleibt also noch Abstand — aber auch ein Markt, der strukturell wenig Spielraum für Entspannung lässt.

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