Der Rohstoffmarkt erlebt einen beispiellosen Ausverkauf. Silber stürzte am Freitag um über 30 Prozent ab – von Rekordhochs über 121 US-Dollar auf unter 80 US-Dollar. Der stärkste Tagesverlust seit 1980. Am Montag ging die Talfahrt zunächst weiter, zeitweise notierte das Edelmetall zwischen 70 und 75 US-Dollar je Feinunze.

Innerhalb von nur zwei Handelstagen wurden Gewinne vernichtet, die sich über Monate aufgebaut hatten. Analysten sprechen von einer brutalen Bereinigung spekulativer Übertreibungen, verschärft durch Zwangsliquidationen am Terminmarkt.

Die Fakten im Überblick:

  • Silber verlor am Freitag über 30 Prozent
  • Rückgang von über 121 auf unter 80 US-Dollar
  • Am Montag rutschte der Kurs weiter in Richtung 70 US-Dollar
  • Stärkster Einbruch seit vier Jahrzehnten

Fed-Personalie setzt Edelmetalle unter Druck

Zwei Faktoren treiben den Ausverkauf: Donald Trumps Nominierung von Kevin Warsh als neuem Fed-Chef schockte die Märkte am Freitag. Investoren interpretieren die Personalie als Signal für eine straffere Geldpolitik und einen festeren US-Dollar – Gift für die in Dollar notierten Edelmetalle.

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Parallel erhöhte die CME Group die Margin-Anforderungen für Silber-Futures drastisch von 11 auf 15 Prozent. Die Maßnahme tritt nach Handelsschluss am Montag in Kraft. Viele Spekulanten sehen sich gezwungen, ihre Positionen unter Verlust aufzulösen, um die höheren Kapitalanforderungen zu erfüllen.

Gold ebenfalls im freien Fall

Der Silber-Crash steht nicht isoliert. Gold brach am Freitag um über 11 Prozent ein – der stärkste prozentuale Rückgang seit 2013. Der Goldpreis rutschte zum Handelsende auf 4.750 bis 4.770 US-Dollar. Am Montag setzte sich die Schwäche fort, im asiatischen Handel testete Gold zeitweise die Marke von 4.500 US-Dollar.

Berichten zufolge wurden am Wochenende durch automatische Liquidationen Milliardenwerte im Rohstoff- und Kryptosektor vernichtet. Der US-Dollar stabilisierte sich derweil auf hohem Niveau und verstärkt den Gegenwind für Rohstoffe. Während physische Händler von anhaltender Nachfrage berichten, dominiert derzeit die Kapitulation spekulativer Long-Positionen.

Entscheidende Woche steht bevor

Mit dem Inkrafttreten der neuen Margin-Regeln könnte der akuteste Verkaufsdruck nachlassen. Die Nervosität bleibt jedoch hoch. Im weiteren Wochenverlauf rücken der EZB-Zinsentscheid am Donnerstag und die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag in den Fokus. Diese Termine werden zeigen, ob sich die Erwartung einer strafferen Geldpolitik bestätigt – und ob Silber eine Chance auf Stabilisierung hat.

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