Die US-Intervention in Venezuela schickt den Silberpreis am Montag knapp 4 Prozent nach oben. Bei rund 75 Dollar je Unze nähert sich das Edelmetall wieder der psychologisch wichtigen 76-Dollar-Marke. Die Festnahme von Präsident Maduro durch US-Streitkräfte löst eine klassische Flucht in sichere Häfen aus.

Die wichtigsten Fakten:

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  • Silberpreis steigt auf 75,37 Dollar je Unze
  • US-Militäreinsatz in Venezuela befeuert Nachfrage nach sicheren Anlagen
  • Passive Indexfonds müssen in den nächsten zwei Wochen Silber-Kontrakte im Wert von 5 Milliarden Dollar verkaufen
  • China verschärft Exportrestriktionen für raffiniertes Silber ab Januar 2026

Geopolitik trifft auf strukturelle Verknappung

Präsident Trump kündigte an, Venezuela bis zu einem "ordnungsgemäßen politischen Übergang" zu führen. Diese Formulierung lässt viel Raum für Interpretation und verstärkt die Unsicherheit an den Märkten. Hinzu kommen Trumps Drohungen gegen Kolumbien und Mexiko, die das geopolitische Risiko in der Region weiter erhöhen.

Das weiße Metall kommt bereits aus einer Position der Stärke. Mit einem Plus von 147 Prozent verbuchte Silber 2025 das beste Jahr seit 1979. Ende Dezember markierte das Edelmetall ein Allzeithoch bei 83,62 Dollar.

Index-Rebalancing als Belastungsprobe

Während die geopolitische Lage für steigende Kurse sorgt, droht von technischer Seite Gegenwind. Der Bloomberg Commodities Index steht vor einer drastischen Neugewichtung. Silber-Futures machen aktuell 9 Prozent des Index aus, künftig sollen es weniger als 4 Prozent sein.

TD Securities rechnet mit Verkäufen von etwa 13 Prozent des gesamten offenen Interesses am Comex-Silbermarkt. Die geringe Liquidität nach den Feiertagen könnte diese Bewegungen verstärken. Die technische Unterstützung bei 70 Dollar wird damit zur entscheidenden Marke.

Angebotslage bleibt angespannt

China produziert 60 bis 70 Prozent des weltweit raffinierten Silbers. Die neuen Exportbeschränkungen verschärfen ein ohnehin angespanntes Angebot. Zum fünften Mal in Folge weist der Markt ein strukturelles Defizit auf.

Die Nachfrage aus Industrie und Technologie bleibt robust. Solarproduzenten, Hersteller von Elektrofahrzeugen und die Elektronikbranche sichern sich weiterhin hohe Mengen. Die US-Notenbank signalisiert zudem Bereitschaft zu weiteren Zinssenkungen, was die Opportunitätskosten für das Halten von Edelmetallen senkt.

US-Arbeitsmarktbericht im Fokus

Der Arbeitsmarktbericht am Freitag liefert wichtige Hinweise zur weiteren Fed-Politik. Bis dahin dürfte die Venezuela-Situation das dominierende Thema bleiben. Die nächsten zwei Wochen werden zeigen, ob die geopolitische Risikoprämie die technischen Verkäufe aus dem Index-Rebalancing kompensieren kann.

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