Der Silberpreis klettert heute auf 92 US-Dollar je Feinunze – angetrieben von der Eskalationsangst im Nahen Osten und einem engen physischen Angebot aus Asien. Nach der historischen Achterbahnfahrt der vergangenen Wochen stabilisiert sich das Edelmetall nun deutlich über seinem Korrekturtief. Doch die jüngste Volatilität hat nicht nur Anleger verunsichert, sondern auch Regulatoren auf den Plan gerufen.

Geopolitik treibt Safe-Haven-Nachfrage

Berichte über einen amerikanischen Truppenaufmarsch im Nahen Osten befeuern die Nachfrage nach Edelmetallen als Krisenwährung. Die Märkte hatten Ende Januar eine beispiellose Spekulationsrallye erlebt, die Silber kurzzeitig auf 121,65 US-Dollar katapultierte. Es folgte eine der schärfsten Korrekturphasen seit Jahrzehnten – der Preis stürzte zwischenzeitlich auf unter 60 US-Dollar ab, bevor die Erholung einsetzte.

Gold zeigt ein ähnliches Muster: Nach einem dramatischen Absturz auf fast 4.400 US-Dollar Anfang Februar notiert das gelbe Edelmetall heute wieder bei 5.227 US-Dollar je Feinunze.

China meldet Angebotsengpässe

Neben der geopolitischen Risikoprämie stützen fundamentale Faktoren die Preisentwicklung. In China, einem der weltgrößten Silbernachfrager, signalisieren Marktdaten lokale Versorgungsengpässe. Die angespannte Angebotslage in der dortigen Industrie entfaltet direkte Auswirkungen auf das globale Preisniveau und bildet nach Einschätzung von Analysten die Basis für die aktuelle Stabilisierung.

Bergbausektor profitiert massiv

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Die hohen Notierungen schlagen sich in den Bilanzen der Förderunternehmen nieder. Endeavour Silver steigerte die Produktion 2025 um 48 Prozent auf 6,48 Millionen Unzen. Der Jahresumsatz explodierte um 115 Prozent auf 467,5 Millionen US-Dollar, der operative Cashflow vor Steuern erreichte 156,3 Millionen US-Dollar.

Auch Explorationsunternehmen setzen auf die anhaltend hohen Preise. Silver Tiger kalkuliert für sein El-Tigre-Tagebauprojekt in Mexiko mit einer Amortisation nach nur zwei Jahren – selbst bei konservativen 26 US-Dollar je Unze würde das Projekt über zehn Jahre 317 Millionen US-Dollar freien Cashflow generieren. Defiance Silver sicherte sich von der mexikanischen Umweltbehörde eine 36-monatige Genehmigung für bis zu 89 Bohrplattformen auf dem Green-Earth-Projekt.

Finanzaufsicht warnt vor Betrügern

Die extremen Preisschwankungen haben die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) alarmiert. Die Behörde warnt vor Betrugsversuchen und rät zu strikter Vorsicht bei ungewöhnlich hohen Rabatten, langen Lieferfristen und intransparenten Geschäftsmodellen. Edelmetallhändler müssen ab 10.000 Euro, Finanzinstitute ab 15.000 Euro die Identität der Käufer sowie die Mittelherkunft lückenlos nachweisen – die Sorgfaltspflichten zur Geldwäscheprävention gelten ohne Ausnahme.

Der aktuelle Preisanstieg dürfte anhalten, solange die geopolitischen Spannungen nicht abebben und das physische Angebot knapp bleibt. Die Kombination aus Krisennachfrage und strukturellen Engpässen stützt das Edelmetall auf dem aktuellen Niveau.

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