Der Silbermarkt sendet zum Wochenstart widersprüchliche Signale. Während der Kurs nach dem jüngsten Rekordhoch deutlich korrigierte, zeichnet sich fundamental eine massive Verknappung ab: 2026 steuert der Markt auf das sechste Angebotsdefizit in Folge zu. Angesichts neuer chinesischer Exportbeschränkungen und einer wackeligen Makro-Lage stehen Anleger vor einer entscheidenden Frage: Spiegelt der aktuelle Preisrutsch die Realität wider oder bietet er eine Einstiegsgelegenheit in einen physisch unterversorgten Markt?

  • Kurs: 76,67 USD (+0,10 % heute)
  • Volatilität: Extrem hoch bei rund 129 % (annualisiert)
  • Prognose: Investmentnachfrage soll um 20 % steigen
  • Risiko: Neue Exportlizenzen in China verknappen potenzielles Angebot

Investoren setzen auf das Defizit

Trotz der jüngsten Kursverluste – auf Monatssicht gab Silber knapp 15 Prozent ab – bleiben die fundamentalen Aussichten robust. Das Silver Institute rechnet für das laufende Jahr mit einem Anstieg der physischen Investitionen um rund 20 Prozent auf ein Dreijahreshoch. Nach Jahren der Zurückhaltung kehren insbesondere westliche Anleger zurück, die das Edelmetall als Absicherung in einem unsicheren Umfeld nutzen.

Interessant ist die Verschiebung innerhalb der industriellen Nachfrage. Zwar suchen Hersteller im Photovoltaiksektor aufgrund der hohen Preise aktiv nach Alternativen, was die Nachfrage dort voraussichtlich um 2 Prozent senken wird. Dieser Rückgang wird jedoch zunehmend durch den Hunger neuer Wachstumsbranchen kompensiert: Der Ausbau von Rechenzentren, KI-Anwendungen und die Automobilindustrie benötigen weiterhin große Mengen des leitfähigen Metalls.

Sollten Anleger Gewinne mitnehmen? Oder startet bei Silber Preis gerade der nächste Boom?

Pekings Griff nach den Ressourcen

Ein neuer Risikofaktor verschärft die Angebotssituation zusätzlich. Seit Jahresbeginn 2026 unterliegen chinesische Silberexporte einer staatlichen Lizenzpflicht. Peking sichert sich damit eine direktere Kontrolle über die globalen Materialströme. Für europäische Abnehmer bedeutet dies eine potenzielle Konzentration des Angebots und eine höhere Abhängigkeit von wenigen Lieferanten.

Diese geopolitische Verknappung trifft auf ein ohnehin starres Angebot: Die globale Produktionsmenge wird voraussichtlich nur marginal um 1,5 Prozent steigen. Das Zusammenspiel aus stagnierender Förderung und restriktiverer Handelspolitik Chinas könnte das erwartete Defizit weiter zementieren.

Zinsangst drückt den Kurs

Die Diskrepanz zwischen physischer Knappheit und dem aktuellen Preisniveau erklärt sich vor allem durch makroökonomische Faktoren. Die jüngsten US-Inflationsdaten haben die Hoffnung auf rasche Zinssenkungen der Federal Reserve gedämpft. Der in der Folge erstarkte US-Dollar setzte Edelmetalle unter Druck und löste eine Korrektur aus, bei der viele spekulative Positionen glattgestellt wurden.

Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von knapp 117 USD beträgt mittlerweile über 34 Prozent. Dass der RSI mit einem Wert von 61,8 trotz dieses Rückgangs noch nicht im überverkauften Bereich notiert, zeugt von der enormen Volatilität der letzten Wochen. Kurzfristig dürfte der Markt weiterhin empfindlich auf jeden neuen Datenpunkt zur US-Geldpolitik reagieren, auch wenn die physische Unterversorgung den Boden für mittel- bis langfristig höhere Notierungen bereitet.

Silber Preis: Kaufen oder verkaufen?! Neue Silber Preis-Analyse vom 16. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Silber Preis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Silber Preis-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Silber Preis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...