Ethereum: Binnen Spannung?
Ein einzelner Großtransfer kann die Stimmung im Kryptomarkt schnell kippen. Genau das ist bei Ethereum passiert: Am Wochenende landete eine riesige Menge ETH auf einer großen Börse – und viele Marktteilnehmer werten so etwas als mögliches Verkaufs-Signal. Parallel zeigen andere On-Chain-Daten aber ausgerechnet mehr Aktivität und weniger ETH auf Börsen.
500-Millionen-Transfer als Auslöser
Laut On-Chain-Daten hat ein prominenter Wal am Wochenende Ethereum im Wert von mehr als 500 Millionen US-Dollar an Binance überwiesen. Identifiziert wurde die Adresse als „Hyperunit whale“. In mehreren Tranchen sollen dabei rund 260.000 ETH früh am Sonntag bewegt worden sein; in einigen Berichten wird der Investor zudem als Garrett Jin bezeichnet.
Solche Transfers zu zentralen Börsen werden am Markt häufig als Vorbereitung auf Verkäufe interpretiert – nicht als Beweis, aber als naheliegende Erklärung. Entsprechend nahm der Verkaufsdruck zu. Im Anschluss rutschte Ethereum laut Quelle um rund 4% ab.
Wichtig ist auch der Kontext: Der Wal hatte im August 2025 offenbar Milliarden aus Bitcoin in Ethereum umgeschichtet. Nun berichten Quellen von deutlich gesunkenen Portfolio-Werten und hohen, nicht realisierten Verlusten in Milliardenhöhe – ein Hintergrund, der die Nervosität zusätzlich füttert.
Gemischte On-Chain-Signale
Trotz des Rücksetzers wirkt das Bild unter der Oberfläche widersprüchlich. Denn die Netzwerkaktivität ist laut den genannten Kennzahlen zuletzt kräftig gestiegen:
- Wöchentliche aktive Nutzer: Peak bei 954.000 (Anfang Februar 2026)
- Wöchentliches Transaktionsvolumen: 17,1 Millionen
- Plus seit Jahresstart: rund 40%
Gleichzeitig ist die Menge an ETH, die auf Börsen liegt, laut Quelle auf den niedrigsten Stand seit 2016 gefallen. Solche anhaltenden Abflüsse können darauf hindeuten, dass Anleger Coins eher langfristig verwahren oder ins Staking geben – was das kurzfristig verfügbare Verkaufsangebot tendenziell verknappt. Das steht im Kontrast zur aktuellen „Distribution“ durch den Hyperunit-Wal.
Wie der Markt es verarbeitet
Am Montag fiel Ethereum unter die psychologisch wichtige Marke von 2.000 US-Dollar und notiert bei 1.968,15 US-Dollar. Laut Quelle war das kein plötzlicher Einbruch, sondern eher ein schrittweises Nachgeben, während der Markt ein mögliches größeres Verkaufsinteresse einpreiste.
Auch im Derivatemarkt kippte die Stimmung: Der sogenannte Taker-Buy/Sell-Ratio fiel auf den niedrigsten Stand seit Monaten – ein Signal dafür, dass Verkäufer aggressiver zu Marktpreisen handeln als Käufer. Gleichzeitig wurden laut Bericht auch andere Wal-Adressen beim Kaufen in die Schwäche beobachtet. Unterm Strich bleibt damit ein unruhiges Gleichgewicht: kurzfristig mehr Angebotsdruck – aber gleichzeitig Hinweise auf längerfristige Verknappung und steigende Nutzung.
Zum Wochenstart ist damit vor allem eine Marke in den Köpfen: Solange Ethereum unter 2.000 US-Dollar bleibt, dominiert der Eindruck, dass der Markt weitere mögliche Abgaben des Großinvestors mit einpreist; eine Stabilisierung würde dagegen eher zu den Daten passen, die auf sinkende Börsenbestände und höhere Netzaktivität hindeuten.
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