Silber: Erholung zum Wochenstart
Silber bekommt heute Rückenwind – und zwar aus gleich mehreren Richtungen. Nach den Verlusten zur Monatsmitte rückt das Edelmetall wieder stärker als Absicherung in den Vordergrund. Auslöser sind neue handelspolitische Unsicherheiten in den USA und eine steigende Risikoprämie durch Spannungen im Nahen Osten.
Was treibt den Silberpreis jetzt konkret nach oben? Es ist die Mischung aus Zolldebatte, schwächeren US-Konjunktursignalen, Dollar-Schwäche und einem weiterhin engen physischen Markt.
USA: Zölle, schwächeres Wachstum, zähe Inflation
Ein zentraler Impuls kommt vom Wochenende: Der US Supreme Court erklärte weitreichende Zölle der US-Regierung für unzulässig. US-Präsident Donald Trump reagierte darauf mit der Ankündigung eines pauschalen globalen Einfuhrzolls von 15%. Die Folge ist neue regulatorische Unsicherheit – und die bremst Risikobereitschaft an den Märkten, während Edelmetalle als Absicherungsinstrument gefragt bleiben. Zusätzlich wurden ausstehende Handelsgespräche der USA mit weiteren Wirtschaftsnationen vorerst pausiert.
Parallel liefern US-Daten ein Umfeld, das Silber ebenfalls stützt: Die BIP-Schätzung für das vierte Quartal lag annualisiert bei 1,4% und damit unter den Erwartungen. Gleichzeitig bleibt die Kerninflation bei den persönlichen Konsumausgaben (PCE) mit 3% hoch. Diese Kombination erschwert der Federal Reserve einen klaren Zinspfad. Der US-Dollar gerät dabei zeitweise unter Druck – ein wichtiger Punkt, weil Silber in Dollar notiert und damit für Käufer außerhalb der USA günstiger wird.
Naher Osten: Risikoprämie steigt
Auch geopolitisch zieht die Unsicherheit an. Wachsende Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben in den vergangenen 48 Stunden eine spürbare Risikoprämie in die Edelmetallmärkte gebracht. Vor anstehenden diplomatischen Gesprächen in Genf und angesichts erhöhter Eskalationssorgen greifen Investoren verstärkt zu wertstabilen Anlagen.
Silber profitiert dabei doppelt: als klassischer „Sicherer-Hafen“-Baustein und zugleich als industriell gefragter Rohstoff.
Markt bleibt eng – doch die Industrie reagiert
Fundamental bleibt das Bild angespannt. Der Silbermarkt weist laut Quelltext weiterhin ein strukturelles Angebotsdefizit auf, während die industrielle Nachfrage – insbesondere aus der Solarbranche und dem KI-Sektor – hoch bleibt.
Gleichzeitig versucht die Industrie, das hohe Preisniveau abzufedern. Große Solarmodulhersteller treiben Pläne voran, Silber teilweise durch Basismetalle wie Kupfer zu ersetzen. Erste Produzenten wollen kupferbasierte Module im weiteren Verlauf des Jahres 2026 in die Massenfertigung bringen. Der Text betont aber auch die Hürden: technische Zuverlässigkeit und steigende Montagekosten. Zusätzlich ziehen die Recyclingquoten an, weil mehr Altmetall in den Kreislauf zurückgeführt wird.
Im kurzfristigen Ergebnis stützt das Angebotsdefizit den Preis – mittelfristig zeigen Substitution und Recycling aber, dass die Nachfrage nicht grenzenlos „preisblind“ bleibt.
Einordnung: Nach Allzeithoch wieder über 80 Dollar
Die aktuelle Bewegung folgt auf extreme Ausschläge: Ende Januar 2026 erreichte Silber laut Quelltext ein Allzeithoch von über 120 US-Dollar je Feinunze. In der ersten Februarhälfte setzte dann eine kräftige Korrektur durch Gewinnmitnahmen ein, die zu mehrmonatigen Tiefständen führte.
Jetzt hat sich Silber aus dieser Konsolidierung wieder nach oben gelöst und notiert laut Trading Economics wieder deutlich über 80 US-Dollar je Feinunze. Für die nächsten Wochen bleibt das Umfeld damit klar umrissen: Zoll-Unsicherheit, geopolitische Spannungen und das Angebotsdefizit liefern Rückenwind – während Substitution in der Solarindustrie und steigendes Recycling als Gegenkräfte stärker sichtbar werden.
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