Silber: Dollar drückt den Preis
Nach den extremen Preisausschlägen zu Jahresbeginn sucht das weiße Metall nach einer klaren Richtung. Während der eskalierende Nahost-Konflikt eigentlich als klassischer Preistreiber für sichere Häfen gilt, funkt die US-Notenbank dazwischen. Ein erstarkter Dollar zwingt Anleger derzeit zu einer Neubewertung ihrer Positionen.
Verantwortlich für den aktuellen Rücksetzer auf rund 80,47 US-Dollar pro Unze ist primär die Zinspolitik. Weil die Rohölpreise nach den geopolitischen Verwerfungen zeitweise über die Marke von 100 Dollar schossen, bleibt die Inflation hartnäckig. Marktteilnehmer haben ihre Erwartungen für die erste Zinssenkung der Federal Reserve folglich von Juli auf September verschoben. Das stärkt den Greenback und macht zinslose Anlagen wie das Edelmetall für internationale Käufer unattraktiver. Bereits am Sonntag verbilligten sich die Notierungen um über vier Prozent.
Geopolitischer Boden hält
Dass die Kurse nicht noch weiter nachgeben, liegt an der angespannten Weltlage. Die seit Ende Februar laufenden US-israelischen Militärschläge auf den Iran und die damit verbundenen Störungen in der Straße von Hormus bieten dem Markt einen robusten Boden. Diese Gemengelage sorgte im laufenden Jahr bereits für historische Ausschläge. Nach einer rasanten Rally auf ein Rekordhoch von 121 Dollar im Januar erlebten Anleger Anfang März zweistellige prozentuale Einbrüche innerhalb weniger Tage, als ein Teil der geopolitischen Risikoprämie wieder aus dem Markt wich.
Strukturelles Defizit stützt
Abseits der kurzfristigen Makro-Einflüsse profitiert der Rohstoff von einem soliden Fundament. Laut dem Silver Institute steuert der Markt 2026 auf das sechste Defizit-Jahr in Folge zu. Allein die boomende Photovoltaik-Industrie verbraucht jährlich über 230 Millionen Unzen. Gleichzeitig kämpfen primäre Silberminen mit sinkenden Erzgehalten und steigenden Förderkosten, was das Angebot natürlich begrenzt.
Diese strukturelle Knappheit spiegelt sich in den aktuellen Prognosen der Großbanken wider. J.P. Morgan kalkuliert für das Gesamtjahr 2026 mit einem durchschnittlichen Silberpreis von 81 Dollar pro Unze, was exakt dem derzeitigen Kursniveau entspricht. Solange die US-Notenbank keine klaren Signale für baldige Zinssenkungen sendet, limitiert das Tauziehen zwischen industrieller Nachfrage und restriktiver Geldpolitik weitere Ausbrüche nach oben.
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