Silber geht mit angezogener Handbremse in den Februar. Der Grund ist weniger der Wochenendhandel als der Blick nach vorn: In den nächsten Tagen treffen US-Konjunkturdaten und Entscheidungen in Indien auf einen Markt, der ohnehin sensibel auf Dollar und Zinsen reagiert. Was kann den nächsten Impuls liefern?

  • Schlusskurs Freitag: 85,14 USD (-26,47%)
  • Wochensicht: -17,55% | 30 Tage: +19,95% | YTD: +17,82%
  • Volatilität (30 Tage, annualisiert): 95,70%
  • 52-Wochen-Hoch: 116,89 USD (28.01.2026) → Abstand: -27,17%
  • 52-Wochen-Tief: 46,90 USD (04.11.2025) → Abstand: +81,55%

US-Daten als Taktgeber

Für Edelmetalle bleibt die US-Geldpolitik der zentrale Hebel. Silber reagiert historisch empfindlich auf den US-Dollar und reale Anleiherenditen – entsprechend wichtig wird der Wirtschaftskalender zum Monatsauftakt.

Am Montag (2. Februar) liefert der ISM Einkaufsmanagerindex (Manufacturing PMI) frühe Hinweise zur US-Industrie. Das ist für Silber doppelt relevant: Ein großer Teil der Nachfrage hängt an der Industrie, und zugleich beeinflussen starke oder schwache Daten die Erwartungen an die nächsten Schritte der US-Notenbank.

Der Höhepunkt folgt am Freitag (6. Februar) mit dem US-Arbeitsmarktbericht (Non-Farm Payrolls). Ein robuster Arbeitsmarkt würde tendenziell den Dollar stützen und Edelmetalle belasten. Signale einer Abkühlung könnten dagegen Spekulationen auf eine lockerere Geldpolitik anheizen.

Sollten Anleger Gewinne mitnehmen? Oder startet bei Silber Preis gerade der nächste Boom?

Indien rückt zum Monatsstart in den Fokus

Zum 1. Februar schauen Händler zudem nach Indien: Traditionell steht der Unionshaushalt (Union Budget) an – und Indien zählt zu den größten Silber-Importeuren weltweit.

Im Zentrum stehen mögliche Aussagen zu Einfuhrzöllen auf Edelmetalle. Solche Änderungen haben in der Vergangenheit die physische Nachfrage schnell verschoben. Der Markt wartet vor allem darauf, ob die Regierung Impulse für die heimische Schmuck- und Solarindustrie setzt oder bestehende Importhürden beibehält – mit möglichen Folgen für globale Lagerbestände.

Industrielle Nachfrage bleibt das Fundament

Abseits der kurzfristigen Zins- und Währungseffekte bleibt die industrielle Nachfrage das größere Hintergrundthema. Der weltweite Ausbau der Photovoltaik-Kapazitäten sorgt laut Quelllage weiterhin für einen beständigen physischen Abfluss aus Lagerhäusern. Entscheidend wird sein, ob diese industrielle Aufnahme 2026 erneut das Minenangebot übersteigt – das wäre ein mittelfristig stützender Faktor.

Zum Wochenstart dürfte sich die Aufmerksamkeit auf die ersten Handelsstunden in Asien richten: Dort zeigt sich am Montag früh, wie der Markt Indiens Budget-Nachrichten einpreist. Spätestens Richtung Freitag könnten die Ausschläge wieder zunehmen – dann, wenn die US-Arbeitsmarktdaten die Zinserwartungen neu sortieren.

Silber Preis: Kaufen oder verkaufen?! Neue Silber Preis-Analyse vom 01. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Silber Preis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Silber Preis-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 01. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Silber Preis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...