Siemens Healthineers Aktie: Zölle fressen Marge
Verdoppelte Zollbelastungen, ein schwacher Dollar und ein weiterhin schwieriges China-Geschäft — Siemens Healthineers hat kurz vor Ende des zweiten Geschäftsquartals die Erwartungen deutlich gedämpft. Das Management warnte in einem Update vor der anstehenden Silent Period vor erheblichen operativen Gegenwinds.
Zollkosten steigen auf 400 Millionen Euro
Das vergleichbare Umsatzwachstum im zweiten Quartal 2026 wird voraussichtlich unterhalb der ursprünglichen Zielspanne von 5 bis 6 Prozent landen. Haupttreiber ist das anhaltend schwache Diagnostikgeschäft in China. Hinzu kommen verstärkte Währungseffekte durch den schwachen US-Dollar, die die Ergebnisse über das ohnehin erwartete Maß hinaus belasten.
Besonders ins Gewicht fällt die Verdopplung der Zollbelastungen: Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das Unternehmen mit einem EBIT-Effekt von rund 400 Millionen Euro — nach 200 Millionen Euro im Vorjahr. Die Segmente Imaging und Advanced Therapies tragen die Hauptlast. Im Imaging-Bereich erschwerend hinzu kommt ein schwieriger Vorjahresvergleich, da das zweite Quartal 2025 von einem positiven Sondereffekt profitiert hatte.
Deutsche Bank senkt Kursziel auf 42 Euro
Deutsche Bank Research reagierte mit einer Kurszielabsenkung von 46 auf 42 Euro bei unverändertem „Hold"-Rating. Analyst Falko Friedrichs verwies auf einen erwarteten Gewinnrückgang von rund 16 Prozent im zweiten Quartal und nannte neben Zöllen und Währungseffekten auch geopolitische Risiken im Nahen Osten als Unsicherheitsfaktoren für die Jahresziele.
Die Aktie notiert mit rund 36 Euro knapp über ihrem 52-Wochen-Tief und hat seit Jahresbeginn rund 18 Prozent verloren. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt bei knapp 45 Euro zeigt, wie weit sich das Papier von seiner mittelfristigen Entwicklung entfernt hat.
Abspaltung als struktureller Hintergrund
Parallel zur operativen Schwäche kursieren Berichte über eine mögliche Abspaltung von rund 30 Prozent der Healthineers-Anteile an die Aktionäre der Siemens AG — Teil der „One Tech Company"-Strategie des Mutterkonzerns. Konkrete Details und die finalen Quartalszahlen für Q2 werden am 7. Mai 2026 erwartet. Bis dahin dürfte das Ausmaß der Margenverwässerung durch externe Kostenfaktoren das bestimmende Thema für den Kurs bleiben.
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