Der Machtkampf um die Zukunft der Windkraftsparte Siemens Gamesa nimmt kurz vor der Hauptversammlung eine entscheidende Wende. Wichtige Großaktionäre stellen sich demonstrativ gegen die Forderungen nach einem sofortigen Spin-off und stärken dem Management den Rücken. Damit verschafft sich der Konzern wertvolle Zeit für die dringend nötige Sanierung.

Das Wichtigste in Kürze:
* Rückendeckung: DWS, Deka und Union Investment lehnen einen schnellen Spin-off ab.
* Fokus: Die operative Sanierung von Siemens Gamesa hat Vorrang.
* Termin: Die Hauptversammlung findet am 26. Februar statt.
* Kursstärke: Die Aktie notiert mit rund 159 Euro in Reichweite des Jahreshochs.

Investoren bremsen Aktivisten aus

Im Zentrum der Debatte steht der Vorstoß des aktivistischen Investors Ananym Capital, der seit Dezember auf eine Abspaltung des Sorgenkindes Gamesa drängt. Doch nun formiert sich Widerstand bei den großen institutionellen Anlegern. Schwergewichte wie DWS und Deka Investment signalisieren klar: Ein Verkauf oder Spin-off zum jetzigen Zeitpunkt wäre verfrüht und könnte Werte vernichten.

Die Strategie ist eindeutig. Bevor über eine Trennung nachgedacht wird, muss die Windsparte stabilisiert werden. Fondsmanager verweisen darauf, dass erst eine signifikante Verbesserung der Profitabilität die Basis für strategische Optionen schafft. Selbst Ananym-Mitgründer Charlie Penner räumte zuletzt ein, dass eine Stärkung von Gamesa die Voraussetzung für weitere Schritte sei.

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Operative Erfolge als Schutzschild

Für Vorstandschef Christian Bruch kommt diese Unterstützung zur rechten Zeit. Das Management kann auf eine starke operative Entwicklung im Restkonzern verweisen, die den Zeitplan für die Gamesa-Sanierung absichert. Der Boom bei Netzinfrastruktur und Gasturbinen – befeuert durch den immensen Energiehunger von KI-Rechenzentren – sorgt für volle Auftragsbücher.

Diese fundamentale Stärke spiegelt sich im Aktienkurs wider. Mit einem Plus von fast 30 Prozent seit Jahresbeginn notiert das Papier aktuell bei 159,15 Euro und damit nur knapp unter dem kürzlich markierten 52-Wochen-Hoch von 163,40 Euro. Dieser Aufwärtstrend dient dem Vorstand als wirkungsvoller Schutzschild gegen allzu aggressive Forderungen nach einer Zerschlagung.

Der Blick richtet sich nun auf die Hauptversammlung am 26. Februar. Gelingt es dem Management, den geplanten Breakeven für Gamesa im laufenden Jahr glaubhaft zu untermauern, ist das Thema einer sofortigen Aufspaltung vorerst vom Tisch. Die erfolgreiche Restrukturierung bleibt jedoch die Bedingung für das langfristige Vertrauen der Investoren.

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