Siemens Energy greift zum nächsten Baustein seiner Comeback-Story: Ein neues Aktienrückkaufprogramm über bis zu 2 Milliarden Euro ist angelaufen. Damit will der Konzern die operative Trendwende untermauern – doch ein Thema bleibt für Anleger das offene Kapitel: Wie stabil wird die Erholung, solange Gamesa noch nicht nachhaltig liefert?

Rückkaufprogramm als Signal

Seit dem 4. März läuft der Rückkauf, spätestens bis zum 30. September 2026. Bis zu 70 Millionen Aktien kann Siemens Energy dafür erwerben. Zusätzlich bekräftigte CEO Christian Bruch ein Gesamtrahmenprogramm von bis zu 6 Milliarden Euro bis Ende 2028.

Der Schritt passt zur neuen finanziellen Normalität nach den schwierigen Vorjahren. Auch am Markt kommt die Botschaft an – zugleich zeigt der jüngste Wochenverlauf, dass nach der starken Rally nicht alles geradlinig weitergeht: Auf 7-Tage-Sicht liegt die Aktie bei -5,76%, während sie seit Jahresanfang bereits 26,63% und auf 12 Monate sogar 169,68% zugelegt hat. Der Schlusskurs von gestern (Donnerstag) lag bei 155,50 Euro.

Rekordaufträge stützen die Wende

Das Fundament für diese Kapitalmaßnahme liefern die Zahlen aus dem 1. Quartal des Geschäftsjahres 2026. Der Gewinn nach Steuern sprang auf 746 Millionen Euro. Der Auftragseingang stieg um 33% auf 17,6 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand erreichte mit 146 Milliarden Euro ein neues Rekordhoch.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Siemens Energy?

Operativ zieht vor allem die Nachfrage nach Netzinfrastruktur und großen Gasturbinen an. Siemens Energy verkaufte 194 große Gasturbinen – fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Im Netzgeschäft haben sich Umsätze mit Hyperscalern auf über 2 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Bruch kündigte an, die Fertigungskapazitäten auszuweiten, um die höhere Nachfrage – unter anderem durch Rechenzentren – bedienen zu können.

Dividende zurück, Gamesa im Blick

Nach drei Jahren ohne Ausschüttung beschloss die Hauptversammlung am 26. Februar eine Dividende von 0,70 Euro je Aktie. Möglich wurde das laut Quelltext durch die vorzeitige Rückzahlung der staatlichen Bundesbürgschaft.

Parallel bleibt Siemens Gamesa der Teil des Konzerns, auf den Investoren besonders schauen. Der operative Verlust sank zwar deutlich – von 1,36 Milliarden Euro auf 46 Millionen Euro. Dennoch gibt es weiter Forderungen nach einer Abspaltung. Große Investoren wie DWS und Union Investment stellen sich laut Quelltext gegen einen vorschnellen Spin-off, solange der angepeilte Break-even im Geschäftsjahr 2026 in Reichweite ist. Das Management nennt als Zwischenziel für Gamesa 3 bis 5% Marge bis 2028, langfristig steht eine zweistellige operative Marge im Raum.

Unterm Strich bleibt das Bild zweigeteilt: Das Kerngeschäft liefert Rekordaufträge und Rückenwind, während Gamesa zwar Fortschritte zeigt, aber weiter als Gradmesser für die Nachhaltigkeit der Konzernwende gilt. Der nächste konkrete Prüfstein folgt am 12. Mai 2026 mit den Q2-Zahlen.

Siemens Energy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Siemens Energy-Analyse vom 06. März liefert die Antwort:

Die neusten Siemens Energy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Siemens Energy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 06. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Siemens Energy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...