Die Siemens-Aktie gibt am Dienstag rund 2,5 Prozent nach und notiert bei etwa 254 Euro. Das überrascht auf den ersten Blick: Gleich zwei US-Investmentbanken hoben ihre Kursziele deutlich an, und das laufende Aktienrückkaufprogramm läuft auf Hochtouren. Doch nach dem jüngsten Rekordlauf auf 261,75 Euro nehmen Investoren nun offenbar Gewinne mit.

Die wichtigsten Fakten:
- Goldman Sachs hebt Kursziel von 246 auf 264 Euro an (Rating: Buy)
- JPMorgan sieht weiterhin Potenzial bis 300 Euro (Rating: Overweight)
- Siemens kaufte in einer Woche 179.369 eigene Aktien zu durchschnittlich 259 Euro zurück
- Neues Allzeithoch bei 261,75 Euro am 13. Januar markiert
- Aktie seit Jahresbeginn rund 9 Prozent im Plus

Analysten bleiben optimistisch

Goldman Sachs-Analystin Daniela Costa begründet ihre angehobene Einschätzung mit der soliden Auftragslage in den Segmenten Digital Industries und Smart Infrastructure. JPMorgan bleibt noch zuversichtlicher: Das Kursziel von 300 Euro impliziert vom aktuellen Niveau ein Aufwärtspotenzial von fast 20 Prozent.

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Parallel verstärkt Siemens den Rückkauf eigener Aktien. Allein zwischen dem 12. und 18. Januar erwarb der Konzern weitere 179.369 Papiere. Diese stetige Nachfrage gilt mittelfristig als stützender Faktor, konnte die heutigen Verkäufe jedoch nicht kompensieren.

Strategisch setzt das Unternehmen seinen Ausbau fort: Mit dem Abschluss der ASTER-Technologies-Übernahme am 13. Januar verstärkt Siemens sein Portfolio bei elektronischen Testlösungen und baut die digitale Durchgängigkeit in der Fertigung weiter aus.

Technisch bleibt der Aufwärtstrend intakt

Der aktuelle Rücksetzer erfolgt nach einer dynamischen Rallye von 9 Prozent seit Jahresbeginn. Solche Gewinnmitnahmen nach Kurssprüngen gelten als marktüblich. Entscheidend wird nun, ob die Unterstützungszone um 250 Euro hält. Bleibt diese stabil, dürfte der übergeordnete Aufwärtstrend intakt bleiben. Ein Bruch könnte dagegen eine Ausweitung der Konsolidierung bis 240 Euro nach sich ziehen.

Am 12. Februar folgen die Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026. Analysten erwarten vor allem Aufschluss über die Stabilität der Auftragslage bei Digital Industries und den Fortschritt bei der Integration der jüngsten Zukäufe.

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