Der frisch veröffentlichte Jahresbericht von SFC Energy für 2025 liefert Anlegern Licht und Schatten. Einem moderaten Nettoverlust stehen operative Kennzahlen gegenüber, die das unternehmenseigene Zielband sogar übertreffen. Viel wichtiger als der Blick in den Rückspiegel ist für den Markt nun die ehrgeizige Prognose für das laufende Geschäftsjahr.

Einmalkosten drücken auf die Bilanz

Mit einem aktuellen Kurs von 14,76 Euro blickt das Papier auf ein solides Plus von gut 16 Prozent seit Jahresbeginn zurück. Diese relative Stärke erklärt sich durch das intakte operative Fundament des Brennstoffzellen-Herstellers. Zwar sank der Konzernumsatz 2025 leicht auf 143,3 Millionen Euro und unter dem Strich blieb ein Fehlbetrag von 887.000 Euro. Verantwortlich für diesen Verlust waren jedoch vor allem ungünstige Wechselkurse sowie temporäre Ausgaben für ein neues ERP-System und IT-Sicherheit.

Das bereinigte EBITDA fiel mit 16,7 Millionen Euro folglich niedriger aus als im Vorjahr. Dennoch lag das Ergebnis spürbar über dem oberen Ende des vom Management im November kommunizierten Zielkorridors. Gleichzeitig federt eine robuste Kassenposition gepaart mit einer hohen Eigenkapitalquote den Jahresverlust bilanziell ab.

Rüstungsgeschäft und Asien im Visier

Um künftig profitabler zu wachsen, justiert das Unternehmen seine strategische Ausrichtung. Anwendungen für Verteidigung und Sicherheit steuern bereits rund die Hälfte des Konzernumsatzes bei. Dieser Anteil soll inklusive ziviler Sicherheitstechnik mittelfristig auf 60 Prozent steigen.

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Flankiert wird dieser Umbau durch eine gezielte Expansion in Asien. Erst Mitte März sicherte sich SFC Energy eine 15-Prozent-Beteiligung am singapurischen Sicherheitsanbieter Oneberry Technologies. Ein parallel vermeldeter Großauftrag über 6,6 Millionen Euro untermauert die Ambitionen, Singapur als Drehkreuz für den asiatisch-pazifischen Raum zu etablieren.

Analysten heben Kursziele an

Die Kombination aus abgearbeiteten Einmalkosten und der strategischen Neuausrichtung spiegelt sich in der Prognose wider. Für 2026 peilt das Management einen Umsatz von 150 bis 160 Millionen Euro bei einem bereinigten EBITDA von 20 bis 24 Millionen Euro an. Der Gewinn soll durch den Wegfall der Währungsbelastungen also überproportional zum Umsatz wachsen.

Diese Aussichten überzeugen auch die Marktbeobachter. Mehrere Analysten passten ihre Modelle nach Vorlage der Zahlen nach oben an und bestätigten ihre Kaufempfehlungen:

  • First Berlin: Kursziel von 21 auf 22 Euro angehoben
  • Warburg Research: Kursziel von 18 auf 20 Euro erhöht

Die nächsten operativen Meilensteine stehen bereits fest im Kalender. Am 15. Mai 2026 präsentiert SFC Energy den Zwischenbericht zum ersten Quartal und liefert damit die ersten harten Fakten zur Umsetzung der neuen Margenziele. Fünf Tage später, am 20. Mai, stimmt das Management auf der Hauptversammlung die Aktionäre über den weiteren strategischen Kurs ab.

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