SAP Aktie: Rückkauf trifft Gegenwind
SAP hat heute eine weitere Pflichtmitteilung zum laufenden Aktienrückkaufprogramm veröffentlicht – dem größten in der Unternehmensgeschichte. Doch trotz starker Jahreszahlen für 2025 und einem Milliardenprogramm zugunsten der Aktionäre notiert die Aktie knapp über ihrem 52-Wochen-Tief. Was bremst den Kurs?
Starke Zahlen, verhaltene Reaktion
Die Ergebnisse für 2025 können sich sehen lassen: Der Cloud-Umsatz wuchs um 23 Prozent auf 21,02 Milliarden Euro, der Free Cashflow verdoppelte sich nahezu auf 8,24 Milliarden Euro, und der IFRS-Betriebsgewinn legte um 111 Prozent zu. Zahlen, die eigentlich für Begeisterung sorgen sollten.
Der Markt reagierte dennoch kühl. Analysten von BMO Capital Markets stellten fest, dass der währungsbereinigte Zuwachs beim Cloud-Auftragsbestand im vierten Quartal mit 25 Prozent minimal hinter den intern angedeuteten 26 Prozent zurückblieb. Für 2026 erwartet SAP einen Cloud-Umsatz zwischen 25,8 und 26,2 Milliarden Euro – eine Prognose, die Beobachter als eher konservativ einstufen. Die Aktie notiert mit rund 169 Euro gut 22 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts.
KI als Wachstumstreiber – mit Fragezeichen
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SAP setzt stark auf künstliche Intelligenz. Im vierten Quartal enthielten 90 Prozent der größten Vertragsabschlüsse KI-Komponenten oder die Business Data Cloud. Die Nutzerzahlen des KI-Assistenten Joule haben sich im Jahresverlauf verneunfacht. Intern peilt SAP bis 2028 Kosteneffizienzgewinne von rund zwei Milliarden Euro durch den Einsatz eigener KI-Lösungen an – ein wichtiges Argument für die langfristige Margenentwicklung.
Parallel dazu läuft ein EU-Wettbewerbsverfahren: Die Europäische Kommission prüft, ob SAP den Wettbewerb bei Wartungs- und Supportdiensten verzerrt hat. Im Extremfall drohen Strafzahlungen in Milliardenhöhe. SAP selbst erwartet keine materiellen Auswirkungen auf die Finanzergebnisse – das Verfahren bleibt dennoch ein Risikofaktor im Hintergrund.
Q1-Zahlen als nächste Bewährungsprobe
Das Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu zehn Milliarden Euro bis Ende 2027 sowie eine Dividende von 2,50 Euro je Aktie für 2025 zeigen, dass SAP die eigenen Aktionäre nicht vergisst. Ob das ausreicht, um den Kurs nachhaltig zu stützen, wird sich am 23. April 2026 zeigen: Dann legt SAP die Zahlen für das erste Quartal vor. Ein beschleunigtes Wachstum beim Cloud-Auftragsbestand wäre das stärkste Argument gegen die anhaltende Skepsis am Markt – und das überzeugendste Signal dafür, dass die KI-Strategie bereits kommerziell greift.
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