SAP Aktie: Mega-Deal verpufft
Walldorf investiert Hunderte Millionen in eine KI-Offensive mit Fresenius – und die Aktie stürzt trotzdem ab. Am Montag kratzt der Kurs am 52-Wochen-Tief. Was läuft da schief?
SAP und Fresenius verkünden eine strategische Partnerschaft mit einem Investitionsvolumen im mittleren dreistelligen Millionenbereich. Ziel ist der Aufbau einer KI-gestützten Plattform für das Gesundheitswesen. Die Reaktion der Börse: Verkaufen. Der Kurs sackt auf 196,68 Euro ab – nur zehn Cent über dem Jahrestief.
Die Eckdaten der Kooperation:
- Investitionsvolumen: Mittlerer dreistelliger Millionenbetrag
- Partner: SAP und Fresenius (inkl. Helios-Kliniken)
- Datenbasis: Über 80 Kliniken, 5,5 Millionen Patienten jährlich
- Fokus: Europäische Datenhoheit und vernetzte Gesundheitsprozesse
CEO Christian Klein spricht von neuen Maßstäben für Innovation. Der Markt interessiert sich dafür nicht. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 283,95 Euro beträgt inzwischen fast 30 Prozent. Auf Jahressicht summieren sich die Verluste auf 23 Prozent.
Charttechnik im Alarmzustand
Die Marke von 197 Euro hat strategische Bedeutung. Bricht sie nachhaltig, öffnet sich Raum für weitere Abgaben. Die fundamentalen Sorgen sind bekannt: Das Cloud-Wachstum verlangsamte sich im dritten Quartal auf 22 Prozent. Die Jahresprognose wurde bereits an das untere Ende der Spanne (26-28 Prozent) korrigiert.
Trotzdem halten Analysten an ihren positiven Einschätzungen fest. Jefferies bestätigte am Montag das "Buy"-Rating. UBS und Barclays senkten zwar ihre Kursziele von 300 auf 270 Euro, empfehlen die Aktie aber weiter zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel von 291,66 Euro impliziert ein Potenzial von knapp 50 Prozent – sofern man den Experten folgt.
Alle Augen auf die Quartalszahlen
Am 29. Januar legt SAP die Zahlen für das vierte Quartal vor. Morgan Stanley sieht Überraschungspotenzial nach oben. Bis dahin scheint der Markt jedoch jede negative Regung überzubewerten. Die Bewertung mit einem Forward-KGV von 28,5 wirkt im Vergleich zu US-Konkurrenten wie Palantir (KGV: 182) moderat.
Parallel zum SAP-Kursrutsch meldet die All for One Group heute die Übernahme des Beschaffungsspezialisten apsolut. Der Schritt unterstreicht die anhaltende Nachfrage nach SAP-Lösungen in der Industrie – auch wenn sich dies derzeit nicht im Aktienkurs widerspiegelt.
Die nächsten zehn Tage dürften entscheidend werden. Hält die Unterstützung bei 196 Euro, könnte die Quartalsbilanz Ende Januar für eine technische Gegenbewegung sorgen. Bricht der Boden jedoch, droht weiterer Druck.
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