Der Walldorfer Softwarekonzern steht möglicherweise vor einer charttechnischen Trendwende. Nach monatelangem Abwärtsdruck und einem Rückfall in Richtung 200 Euro mehren sich die Signale für eine nachhaltige Erholung. Die spannende Frage: Ist die Bodenbildung bereits abgeschlossen?

Barclays Capital hat das Kursziel zwar von 300 auf 270 Euro gesenkt, hält aber an der Kaufempfehlung fest. Die Analysten führen die jüngsten Kursverluste vor allem auf die allgemeine Verunsicherung im Technologiesektor zurück. Das operative Geschäft läuft dagegen weiter rund. Die Cloud-Transformation kommt bei den Kunden gut voran, und die Zahlen für das vierte Quartal dürften solide ausfallen.

Charttechnisch könnte die Bodenbildung bei 200 Euro bereits abgeschlossen sein. Der RSI-Indikator steigt von der überverkauften 30er-Marke wieder nach Norden – ein klassisches Zeichen dafür, dass der Verkaufsdruck nachlässt. Die überverkaufte Situation löst sich auf. Eine nachhaltige Bewegung über 210 bis 215 Euro würde weiteres Potenzial freisetzen. Dann rückt der gleitende 200-Tage-Durchschnitt bei 237 Euro in den Fokus. Darüber hinaus wäre der Weg frei bis 250 oder sogar 260 Euro.

Cloud zwingt Kunden zur Migration

Der Wartungsauslauf für die alten Systeme zwingt die Kunden regelrecht zur Migration auf S/4HANA. Diese Entwicklung sorgt für planbare und wiederkehrende Einnahmen. Die strategische Neuausrichtung auf Cloud-Lösungen trägt Früchte – das zeigt sich in den Geschäftszahlen der vergangenen Monate.

Die Analysten von Goldman Sachs sehen den fairen Wert der Aktie sogar bei 320 Euro. Der breite Marktkonsens liegt bei etwa 280 Euro. Diese Zahlen zeigen, wie groß die Diskrepanz zwischen dem aktuellen Kurs und den fundamentalen Perspektiven ist. Am 29. Januar werden die Q4-Zahlen vorgelegt. Bis dahin könnte die charttechnische Bodenbildung schon weit fortgeschritten sein.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei SAP?

Kritische Marke bei 200 Euro

Entscheidend ist nun, ob die 200-Euro-Marke als Unterstützung hält. Das 52-Wochen-Tief liegt in etwa dort. Solange die Aktie darüber bleibt, haben die Bullen noch eine Chance. Wichtig ist allerdings, dass diese psychologisch wichtige Schwelle nicht mehr längerfristig unterschritten wird. Ansonsten drohen weitere Abgaben in Richtung 180 bis 190 Euro.

Die fundamentale Story stimmt: Die Cloud-Transformation läuft, die Kunden müssen umsteigen, und die Geschäftszahlen sollten solide bleiben. Das KGV von über 30 mag auf den ersten Blick hoch erscheinen, ist aber angesichts der Wachstumsperspektiven durchaus vertretbar. Wer jetzt einsteigt, bekommt einen deutschen Technologiewert zu einem attraktiven Preis.

Mutige Anleger können bereits jetzt zugreifen – das Chance-Risiko-Verhältnis erscheint attraktiv. Wenn die Unterstützung bei 200 Euro halten sollte, ist nach oben bis 250 Euro Luft. Wer auf Nummer sicher gehen will, wartet noch ab, bis die 210-Euro-Marke nachhaltig überschritten wird. Dann wäre das charttechnische Bild klarer.

SAP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SAP-Analyse vom 10. Januar liefert die Antwort:

Die neusten SAP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SAP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

SAP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...