SAP steckt in der Zwickmühle. Während der Softwarekonzern mit Fresenius eine milliardenschwere KI-Offensive im Gesundheitswesen startet, drücken Zolldrohungen aus Washington und widersprüchliche Analystensignale den Kurs Richtung Jahrestief. Die Aktie verliert am Dienstag über 2 % und notiert bei 191 Euro – gefährlich nahe der psychologisch wichtigen 190-Euro-Marke.

Die Fakten im Überblick:
- SAP und Fresenius investieren gemeinsam „Hunderte Millionen Euro" in KI für Kliniken
- HSBC startet Coverage mit „Hold" und Kursziel 178 Euro
- Jefferies hatte erst gestern auf „Buy" hochgestuft
- DAX verliert 1,6 % nach Trump-Drohungen mit 25 % Zöllen
- SAP-Aktie nur noch knapp über 52-Wochen-Tief von 191 Euro

KI-Millionen treffen auf Bewertungsskepsis

Die strategische Partnerschaft mit Fresenius ist substanziell. Beide Konzerne wollen durch datengetriebene Lösungen klinische Abläufe effizienter gestalten. Parallel erhielt SAPs Workforce-Tool Fieldglass vom Analystenhaus Ardent Partners die Auszeichnung als „Market Leader 2025" – vor allem wegen KI-Innovationen.

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Doch die Börse reagiert verhalten. HSBC dämpft mit dem Start-Rating „Hold" und einem Kursziel von 178 Euro die Erwartungen. Das liegt deutlich unter dem aktuellen Niveau und steht im krassen Gegensatz zu Jefferies, die erst am Vortag auf „Buy" hochstuften. Diese Divergenz verunsichert Anleger in einem ohnehin fragilen Marktumfeld.

Zoll-Angst drückt Tech-Werte

Der eigentliche Kurstreiber ist makroökonomischer Natur. US-Präsident Trump droht erneut mit Zöllen von bis zu 25 % gegen Länder, die seinen geopolitischen Plänen widersprechen. Die protektionistische Rhetorik trifft exportorientierte Konzerne wie SAP hart. Der DAX fällt auf 24.552 Punkte, SAP rutscht mit.

Charttechnisch wird es kritisch. Bei 191 Euro notiert die Aktie nur noch knapp über dem 52-Wochen-Tief. Zum Höchststand von 284 Euro aus dem Februar 2025 fehlen über 30 %. Ein Bruch der 190-Euro-Linie könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen.

Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen müssen, ob KI-Tools wie „Joule" das versprochene Umsatzwachstum tatsächlich liefern. Bis dahin bleibt offen, ob die Fresenius-Investition schnell genug monetarisiert werden kann, um die skeptische Stimmung zu drehen. Die 190-Euro-Marke ist jetzt der entscheidende Gradmesser.

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