SAP Aktie: Cloud im Fokus
Zwei Tage vor den Zahlen zum vierten Quartal 2025 rückt eine Kennzahl bei SAP in den Mittelpunkt: der Cloud-Auftragsbestand. Morgan Stanley macht klar, dass genau dieser Wert den Ton für den Ausblick 2026 angeben dürfte. Für den gesamten europäischen Softwaresektor wird damit der SAP-Bericht am Donnerstag zum wichtigen Stimmungstest.
Cloud-Auftragsbestand als Schlüsselgröße
Morgan Stanley stellt in seiner Analyse vom 27. Januar 2026 den Cloud-Backlog – also den Auftragsbestand im Cloud-Geschäft – als entscheidenden Indikator heraus. Aus Sicht der Investmentbank wird vor allem diese Kennzahl bestimmen, wie belastbar der Ausblick von SAP für das Gesamtjahr 2026 wirkt.
Im dritten Quartal hatte SAP beim Cloud-Umsatz kräftig zugelegt: 5,29 Milliarden Euro, währungsbereinigt ein Plus von 27 Prozent. Der Cloud-Backlog lag damals bei 18,84 Milliarden Euro. Nun richtet sich der Blick darauf, ob dieses Tempo gehalten oder sogar gesteigert werden konnte.
Im Zentrum steht dabei auch die Frage, ob sich die Integration von Künstlicher Intelligenz in die Produktpalette – etwa über den KI-Copiloten Joule – bereits messbar in neuen Aufträgen niederschlägt. Genau daran wollen Investoren die nächste Phase der Cloud-Story von SAP messen.
Bewertung, Kursverlauf und Erwartungen
Am heutigen Dienstag notiert die Aktie bei rund 199 Euro und damit leicht unter dem Schlusskurs von gestern. Auf Sicht der vergangenen zwölf Monate liegt der Titel jedoch deutlich zurück: Vom 52‑Wochen-Hoch bei 280,40 Euro ist der Kurs knapp 29 Prozent entfernt, während der Abstand zum Tief bei 189,84 Euro nur rund 5 Prozent beträgt. Damit bleibt die Aktie im unteren Bereich ihrer Spanne der vergangenen zwölf Monate.
Einige technische Marken unterstreichen dieses Bild:
- Aktueller Kurs: 199,34 €
- Abstand zum 200‑Tage-Durchschnitt: rund -14 %
- 52‑Wochen-Hoch: 280,40 € (13.02.2025)
- 52‑Wochen-Tief: 189,84 € (22.01.2026)
Mit einem RSI von 51,8 zeigt der kurzfristige Indikator weder eine überkaufte noch eine überverkaufte Situation. Der Markt wartet damit erkennbar auf neue Impulse – und die sollen am Donnerstag mit den Q4-Zahlen kommen.
Auf der Analystenseite ist das Bild weiter freundlich. Der Konsens von 29 Experten lautet laut den vorliegenden Daten auf „Kaufen“, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 274,98 Euro. Aus dieser Perspektive wird deutlich, wie stark die Erwartungen an eine Fortsetzung des profitablen Cloud-Wachstums sind.
Strategische Positionierung und Branchensignal
Abseits der reinen Zahlen stärkt SAP seine Position im Enterprise-Software-Markt. Gartner stufte den Konzern am 21. Januar 2026 im Magic Quadrant für Source-to-Pay-Suites als „Leader“ ein. Ergänzt wird dies durch die Ankündigung, im laufenden Jahr eine umfassende Plattformmodernisierung abzuschließen.
Diese Kombination aus Marktpositionierung und technischer Erneuerung macht die anstehenden Zahlen besonders relevant: Für viele Marktteilnehmer gelten sie als Gradmesser, ob Unternehmen auch in einem herausfordernden makroökonomischen Umfeld weiter in Software und Cloud-Lösungen von SAP investieren.
Fazit: Donnerstag bringt Klarheit
Für SAP und den europäischen Softwaresektor ist der 29. Januar 2026 ein wichtiger Termin. Im Mittelpunkt steht, ob der Cloud-Auftragsbestand an das starke dritte Quartal anknüpfen kann und damit den optimistischen Ausblick der Analysten untermauert. Gelingt dies, wäre das ein deutliches Signal, dass die Wachstumsstrategie rund um Cloud und KI-Produkte trägt – und die Aktie könnte wieder mehr Abstand vom jüngsten 52‑Wochen-Tief gewinnen.
SAP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SAP-Analyse vom 27. Januar liefert die Antwort:
Die neusten SAP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SAP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SAP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








