Santander Aktie: US-Großübernahme fix
Banco Santander setzt zum Sprung über den Atlantik an. Die Aktionäre haben auf der Hauptversammlung den Weg für die 12,2 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Webster Financial freigemacht. Mit diesem strategischen Zukauf will die spanische Großbank endgültig in die Top-Riege des US-Bankenmarktes aufsteigen.
Strategischer Vorstoß in den USA
Der Deal sieht vor, dass Webster-Aktionäre eine Kombination aus Bargeld und Santander-Hinterlegungsscheinen (ADS) erhalten. Nach Abschluss der Integration, die für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant ist, entsteht ein Institut mit einer Bilanzsumme von rund 327 Milliarden Dollar. Damit würde Santander zu den zehn größten Banken in den Vereinigten Staaten gehören. Das Management kalkuliert mit jährlichen Synergien von 800 Millionen Dollar und strebt bis 2028 eine Eigenkapitalrendite (RoTE) von 18 Prozent im US-Geschäft an.
Dividende und neue Ziele
Parallel zur Expansion in Übersee stärkt Santander die Dividende. Die Hauptversammlung bestätigte die Schlusszahlung für das Geschäftsjahr 2025 in Höhe von 0,125 Euro pro Aktie. Damit klettert die Gesamtausschüttung für das vergangene Jahr auf 0,24 Euro – ein Plus von mehr als 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Auszahlung ist für den 5. Mai 2026 terminiert.
An der Börse wird die Entwicklung derzeit verhalten aufgenommen. Mit einem Kurs von 9,33 Euro liegt die Aktie seit Jahresbeginn rund neun Prozent im Minus, hält aber auf Sicht von zwölf Monaten ein deutliches Plus von fast 50 Prozent. Für den Zeitraum bis 2028 hat sich das Institut ein moderates Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich sowie eine harte Kernkapitalquote (CET1) zwischen 12,8 und 13,0 Prozent zum Ziel gesetzt.
Fokus auf den Heimatmarkt
Im spanischen Heimatmarkt strafft die Bank ihre Strukturen und verlagert ihr Anleiheemissionsprogramm von bis zu 18 Milliarden Euro jährlich zurück an die heimische BME. Dieser Schritt folgt einem Branchentrend, der durch regulatorische Erleichterungen in Spanien begünstigt wird. Gleichzeitig investiert das Institut in digitale Angebote für Senioren. Ein neues Online-Portal für Kunden ab 65 Jahren soll die Sicherheit im Netz erhöhen und den Zugang zu bevorzugten Dienstleistungen erleichtern.
Mit dem geplanten Wechsel von Webster-Chef John Ciulla an die Spitze der Santander Bank N.A. nach Vollzug der Fusion sind die personellen Weichen für die US-Integration gestellt. Bis 2028 strebt das Management eine Verbesserung der Effizienz um rund 250 Basispunkte an, wobei die Skaleneffekte der Übernahme eine zentrale Rolle spielen.
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