Saab rückt wieder in den Fokus – nicht wegen eines einzelnen Großprojekts, sondern durch eine Kombination aus einem heimischen Großauftrag für Drohnenabwehr und neuen politischen Signalen zur Nutzung seiner Luftfahrtsysteme in der Ukraine. Diese Entwicklungen könnten kurzfristig den Auftragsbestand stärken und langfristig industrielle Chancen eröffnen. Könnte das die Perspektive für Umsatz und Produktion verlängern? Die Antwort fällt zwar positiv aus, ist aber an konkrete Bedingungen geknüpft.

Großauftrag für Drohnenabwehr

Die unmittelbarste Nachricht ist ein bestätigter Auftrag der schwedischen Verteidigungsbeschaffungsbehörde FMV im 4. Quartal 2025: Saab erhielt eine Bestellung über rund 1,5 Mrd. SEK (~140 Mio. €) für Trackfire Remote Weapon Stations, konkret die ARES‑Variante mit 30×113 mm M230LF Bushmaster. Die Systeme sind explizit für Counter‑UAS‑Einsätze vorgesehen und sollen zwischen 2026 und 2028 an Heer und Amphibious Battalion 2030 geliefert werden.

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Dieser Auftrag erhöht das gesicherte Volumen im Landplattform‑Segment und schafft kurzfristig Planbarkeit für die kommenden drei Jahre. Entscheidend wird sein, wie sich diese Aufträge in Margen und Cashflow niederschlagen — vor allem angesichts möglicher Serien- und Integrationskosten.

Gripen‑Pläne in der Ukraine

Parallel zeichnet sich auf politischer Ebene eine Ausweitung der Saab‑Relevanz ab: Der UK‑Ukraine‑Fahrplan nennt die Lokalisierung von Gripen‑Fertigung in der Ukraine als eines der Projekte. Zwar handelt es sich derzeit um eine strategische Absicht auf Regierungsebene, doch das Signal ist eindeutig: Die Gripen‑Plattform wird als langfristiger Baustein für die ukrainische Luftwaffe ins Spiel gebracht.

Zusammen mit der bestätigten Lieferung von 26 Archer‑Haubitzen, die laut Berichten effektiv auf Reichweiten bis 50 km eingesetzt werden, entsteht nicht nur kurzfristige Nutzung, sondern auch Folgebedarf an Wartung und Versorgung. Das erhöht die Aussicht auf längerfristige, industrielle Verflechtungen — vorausgesetzt, politische und sicherheitsbezogene Hürden lassen die Lokalisierung zu.

  • Neuer FMV‑Auftrag: Trackfire ARES, SEK 1,5 Mrd. (Lieferungen 2026–2028)
  • Produktfokus: Counter‑UAS (Anti‑Drohnen)
  • Geopolitik: UK‑Ukraine‑Roadmap sieht Gripen‑Lokalisierung vor
  • Operativ: 26 Archer‑Systeme an Ukraine geliefert
  • Nächster Katalysator: Q4/Full‑Year‑Report am 5. Februar 2026

Die Aktie schloss am Freitag bei 64,11 €, ein Tagesplus von 6,25 % und markierte damit ein 52‑Wochen‑Hoch.

Was der Bericht am 5. Februar entscheidet

Am 5. Februar legt Saab die Zahlen für Q4 und das Gesamtjahr 2025 vor; CEO Micael Johansson präsentiert die Ergebnisse im Webcast um 10:00 CET. Für die Marktbewertung sind drei Punkte zentral: 1) Wie stark schlagen die neuen Aufträge auf Umsatz und Backlog durch, 2) ob die Margen in den Segmenten Land- und Luftsysteme zulegen, und 3) wie sich der operative Cashflow entwickelt.

Wenn Saab höhere Margen und eine verbesserte Cashflow‑Conversion ausweist, würde das die Annahme stützen, dass die jüngsten Bestellungen nicht nur Umsatz, sondern auch Profitabilität bringen. Bleiben Margen hingegen unter Druck — etwa wegen Integrationsaufwänden oder Vorlaufkosten — könnte die positive Kursbewegung an Schwung verlieren.

Kurzum: Die aktuellen Aufträge und politischen Signale bieten Rückenwind, die nachhaltige Bestätigung dafür liefert der Ergebnisbericht am 5. Februar.

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