Die Tech-Erholung hat dem iShares MSCI World ETF (URTH) zum Wochenschluss spürbaren Rückenwind gegeben. Gleichzeitig steht diese Woche die planmäßige Februar-Indexüberprüfung von MSCI an. Genau diese Kombination kann kurzfristig für mehr Bewegung sorgen – vor allem, weil der ETF stark in US-Technologie gewichtet ist.

Am Freitag legte URTH rund 2,06% zu. Treiber war eine breite Rally bei Halbleiterwerten.

Tech zieht den ETF nach oben

Den größten Impuls lieferte der Technologiesektor, der im MSCI World Index ein hohes Gewicht hat. NVIDIA erholte sich um rund 8% und machte damit einen Teil der vorherigen Verluste wett, die durch Sorgen über sehr hohe Ausgaben für KI-Infrastruktur ausgelöst worden waren.

Zusätzlichen Schub brachte eine Nachricht von Amazon: Der Konzern stellte ein Investitionsprogramm über 200 Mrd. US-Dollar für 2026 in Aussicht. Die Amazon-Aktie reagierte am Freitag zwar mit einem Minus von 5,5%, doch der Markt wertete die Ankündigung als positives Signal für Hardware-Zulieferer und Chip-Hersteller.

Auch Schwergewichte wie Apple und Microsoft stützten die Bewegung. Parallel kletterte der Dow Jones Industrial Average erstmals über die Marke von 50.000 Punkten.

MSCI-Review: Änderungen mit angezogener Handbremse

MSCI will die Ergebnisse der Februar-Überprüfung am Dienstag bekanntgeben. Umgesetzt werden die Änderungen zum Handelsschluss am 27. Februar.

Dieses Quartals-Review läuft allerdings unter engeren Regeln als üblich: MSCI berücksichtigt laut Ankündigung nur „signifikante“ Free-Float-Änderungen – konkret solche, die beim Foreign oder Domestic Inclusion Factor eine absolute Schwelle von 0,15 erreichen. Das gilt als Vorbereitung auf breitere Methodik-Anpassungen, die ab Mai greifen sollen. Dann führt MSCI eine verfeinerte Free-Float-Methodik mit drei Free-Float-Stufen ein und erhöht die Genauigkeit bei Rundungen.

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Ein weiterer Punkt: sogenannte Digital Asset Treasury Companies (DATs) – Unternehmen, bei denen Krypto-Bestände mindestens 50% der Bilanzsumme ausmachen – bleiben im Index. MSCI verwirft damit frühere Überlegungen zu einem möglichen Ausschluss. Gleichzeitig deckelt MSCI den Einfluss: DATs erhalten keine weiteren Gewichtungserhöhungen, und neue Firmen aus diesem Segment werden vorerst nicht aufgenommen.

Konzentration und Kennzahlen

Laut iShares-Daten (Stand: 22. Januar) hält der ETF 1.322 Positionen, mit klarer Schlagseite in Richtung US-Technologie.

Wichtige Eckdaten aus dem Factsheet:

  • Top-Positionen: NVIDIA (5,48%), Apple (4,49%), Microsoft (3,59%)
  • Top 10 zusammen: ca. 26,5% des Fondsvermögens
  • Ländergewichtung: USA über 70%, Japan ca. 5,7%
  • Bewertung/Profil: KGV 26,04; KBV 3,91; 12M-Quote 1,49%; 3J-Volatilität 11,59%
  • Kostenquote: 0,24%

Diese Woche zählen Daten – nicht nur Index-News

Neben dem MSCI-Termin dürfte vor allem die US-Konjunktur den Takt vorgeben. Am Dienstag stehen US-Einzelhandelsdaten an, zur Wochenmitte folgen die US-Verbraucherpreise (CPI), die besonders genau beobachtet werden. Fallen die Inflationsdaten höher aus als erwartet, kann das wachstumsorientierte Aktien belasten – und damit ausgerechnet den Bereich, der im MSCI World stark dominiert.

Der konkrete Fahrplan ist damit klar: Am Dienstag kommt das MSCI-Update, und zur Wochenmitte liefern CPI-Zahlen den möglichen Belastungs- oder Rückenwind für die Tech-Erholung, die URTH am Freitag nach oben gezogen hat.

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