RWE Aktie: Offshore-Impuls
RWE sortiert sein Erneuerbaren-Portfolio neu – und setzt klar auf große Offshore-Projekte in der Nordsee. Ein Rekord-Zuschlag in Großbritannien und der parallele Ausstieg aus schwedischen Windparks zeigen, wohin das Kapital fließen soll. Können diese Entscheidungen den bereits starken Kursverlauf weiter tragen?
Großbritannien wird zur Wachstumssäule
In einer der weltweit größten Auktionen für Offshore-Windkraftkapazitäten hat sich RWE zusammen mit dem britischen Partner SSE umfangreiche Rechte gesichert. Das Konsortium erhielt Zuschläge für Projekte mit einer Gesamtkapazität von 8,4 Gigawatt. Das Auktionsvolumen wird auf rund 27 Milliarden US-Dollar geschätzt.
Für RWE ist der britische Markt ein Kernbaustein der Wachstumsstrategie „Growing Green“. Die neuen Lizenzen in der Nordsee:
- stärken die Position in einem der wichtigsten europäischen Offshore-Märkte
- sichern eine gut gefüllte Projektpipeline über viele Jahre
- schaffen planbare Grundlagen für künftiges Ertragswachstum im Bereich Erneuerbare Energien
Am Markt trifft diese Nachricht auf einen bereits deutlich gestiegenen Kurs: Die Aktie schloss am Freitag bei 51,56 Euro und liegt damit nur gut 3 % unter ihrem 52‑Wochen-Hoch von 53,42 Euro.
Portfolio-Bereinigung in Schweden
Parallel zur Expansion in Großbritannien strafft der Konzern sein Engagement in Nordeuropa. Laut Branchenberichten verkauft RWE sein schwedisches Windkraft-Portfolio an das Unternehmen Aneo.
Der Schritt unterstreicht eine klare Prioritätensetzung: Kapital aus reiferen oder strategisch weniger zentralen Märkten wird freigesetzt, um es in großvolumige Offshore-Projekte zu lenken. Damit folgt RWE einer disziplinierten Kapitalallokation, bei der Renditepotenzial und Skaleneffekte im Vordergrund stehen.
Die Aktie profitiert von dieser klaren Story: Trotz eines leichten Rückgangs von rund 2,6 % auf 30-Tage-Sicht liegt der Titel auf Jahressicht fast 80 % im Plus und notiert deutlich über seinen wichtigen Durchschnittslinien – rund 11 % über dem 50‑Tage- und gut 30 % über dem 200‑Tage-Durchschnitt.
Analysten bleiben positiv
Von Analystenseite kommen passende Signale. Barclays-Experte Andrew Lobbenberg bestätigte am 25. Januar 2026 seine Kaufempfehlung für die Aktie. Das Kursziel liegt bei 52,00 Euro und damit leicht über dem jüngsten Schlusskurs.
Der Konsens der Analysten geht noch etwas weiter: Im Durchschnitt sehen sie das Ziel aktuell bei 54,27 Euro. Ausgehend vom letzten Kurs entspricht das einem moderaten Aufwärtsspielraum von rund 6 %. Im direkten Branchenvergleich fällt zudem auf: Während RWE überwiegend mit „Buy“ eingestuft wird, erhält Wettbewerber E.ON von Jefferies lediglich ein „Hold“-Votum.
Fazit: Klarer Fokus auf Großprojekte
Die Kombination aus großem Offshore-Zuschlag in Großbritannien und dem Verkauf der schwedischen Wind-Assets zeichnet ein konsistentes Bild: RWE konzentriert sich auf kapitalkräftige, strategisch wichtige Projekte mit langfristigem Wachstumspotenzial. In Verbindung mit dem positiven Analystenbild stützt das die aktuelle Bewertung – zumal die Aktie nur knapp unter ihrem Jahreshoch notiert und technisch klar im Aufwärtstrend bleibt. Entscheidend wird nun, wie zügig RWE die neuen Projekte in konkrete Investitions- und Baupläne überführt und damit den Wachstumspfad der Erneuerbaren sichtbar in den Ergebnissen verankert.
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