Deutsche Bank Research hält nach einer Roadshow in den USA an ihrer Kaufempfehlung für RWE fest — Kursziel 55 Euro. Analyst Olly Jeffery sieht Aufwärtspotenzial durch steigende Rentabilität interner Investitionen, den wachsenden Strombedarf von Rechenzentren und günstige Rohstoffpreise. Ein klares Votum, das der kurzfristigen Kursentwicklung widerspricht.

Denn der Titel hat in den vergangenen sieben Tagen rund 6,7 Prozent verloren und notiert aktuell bei 54,60 Euro — und damit knapp unter dem von der Deutschen Bank ausgerufenen Kursziel. Der Rücksetzer ist Teil einer breiteren Schwäche im Energiesektor und folgt auf ein neues Zehnjahreshoch von 58,52 Euro, das die Aktie erst Mitte März markiert hatte.

Milliarden für US-Wachstum

Hintergrund der Roadshow ist RWEs im März vorgestellte Wachstumsstrategie. Von den geplanten 35 Milliarden Euro Investitionen fließen rund 17 Milliarden Euro in die USA — in Wind- und Solarenergie, Batteriespeicher und zunehmend auch in Gas. Ziel ist es, den steigenden Energiebedarf großer Technologiekonzerne zu bedienen. Jeffery geht davon aus, dass eine schwächere Entwicklung im Handelsgeschäft des ersten Quartals durch andere Bereiche ausgeglichen wird.

Für 2026 plant das Management mit einem bereinigten EBITDA zwischen 5,2 und 5,8 Milliarden Euro. Abgesichert ist bereits 80 Prozent der erwarteten Stromproduktion — ein Puffer gegen volatile europäische Energiepreise.

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Dividende mit Wachstumsgarantie

RWE erhöht die jährliche Dividende künftig um konstant zehn Prozent. Für 2025 sind 1,20 Euro je Aktie vorgesehen, für 2026 folgen 1,32 Euro. Formell beschlossen wird die Ausschüttung auf der Hauptversammlung am 30. April 2026 — dem nächsten konkreten Termin im Kalender für Aktionäre.

Trotz positivem Analystenurteil und solider Fundamentaldaten bleibt der Titel vorerst unter dem Druck des schwachen Sektors. Ob die Hauptversammlung und konkretere Aussagen zur US-Strategie den Kurs wieder in Richtung des Kursziels treiben, wird sich in den kommenden Wochen zeigen — die Ausgangslage jedenfalls ist intakt.

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