Rolls-Royce Aktie: Strahlende Finanzen!
Rolls-Royce treibt seine Atompläne in Europa konkret voran. Mit Amentum holt sich der Konzern einen erfahrenen US-Partner an Bord, der den Bau der ersten Small Modular Reactors (SMR) in Europa steuern soll. Für Anleger ist das mehr als nur eine technische Kooperation: Es geht um die Glaubwürdigkeit einer der wichtigsten langfristigen Wachstumsstorys im Konzern.
Strategische Partnerschaft mit Amentum
Rolls-Royce hat Amentum als Programm-Partner für die Auslieferung seines SMR-Programms in Großbritannien und Tschechien ausgewählt. Amentum soll Planung, tägliche Umsetzung und Baumanagement übernehmen und die verschiedenen Projektteile integrieren. Damit liegt die Verantwortung für die praktische Umsetzung der ersten europäischen SMR-Projekte bei einem Unternehmen, das in der Nuklearbranche etabliert ist.
Ein wichtiger Pluspunkt: Amentum ist bereits an den Großprojekten Hinkley Point C und Sizewell C in Großbritannien beteiligt. Diese Erfahrung mit komplexen Atombauvorhaben war ein zentrales Argument für die Entscheidung zugunsten des US-Unternehmens. Für Rolls-Royce erhöht sich damit die Ausführungskompetenz in einer Phase, in der das SMR-Programm vom Konzept in die Realisierung übergeht.
Im Fokus stehen zunächst zwei Kernmärkte:
- Großbritannien: Am Standort Wylfa auf Anglesey sollen bis zu 1,5 GW CO₂-arme Stromerzeugung für das britische Netz entstehen.
- Tschechien: Gemeinsam mit dem Versorger ČEZ ist der Aufbau von bis zu 3 GW Erzeugungskapazität geplant.
Parallel dazu nimmt die europäische SMR-Pipeline weitere Form an: Ebenfalls am Freitag wurde bekannt, dass Bureau Veritas mit ULC-Energy BV bei der geplanten Einführung von Rolls-Royce-SMRs in den Niederlanden zusammenarbeiten wird. Damit zeichnet sich eine länderübergreifende Aufstellung des SMR-Geschäfts in mehreren europäischen Märkten ab.
Vom Konzept zur Umsetzung
Die jüngsten Schritte markieren einen Wendepunkt für die SMR-Sparte. Bisher befand sich das Programm überwiegend in der Entwicklungsphase, während die Bereiche Civil Aerospace, Defence und Power Systems die Umsätze des Konzerns tragen. Analysten sehen im SMR-Geschäft jedoch eine zentrale langfristige Wachstumsquelle.
Noch trägt der Bereich kaum messbar zum Konzernumsatz bei. Prognosen weisen aber auf erhebliches Potenzial über viele Jahre hin. Die Berufung eines erfahrenen Delivery-Partners wie Amentum wird als wichtiger Baustein gesehen, um die besonders kritische Bauphase zu entschärfen.
Kern des Ansatzes ist die modulare Bauweise: Rund 90 % jeder SMR-Einheit sollen unter kontrollierten Bedingungen im Werk entstehen. Das soll Bauzeiten verkürzen und typische Risiken klassischer Atomgroßprojekte – etwa Kosten- und Terminüberschreitungen auf der Baustelle – reduzieren. Die neue Partnerstruktur soll genau diesen Übergang von der Planung zur Serienrealisierung absichern.
Bedeutung für die Aktie
Die Aktie hat sich in den vergangenen zwölf Monaten deutlich erholt und liegt mit rund 105 % im Plus, notiert aber etwa 8 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Der Titel profitiert damit bereits stark von der Turnaround-Fantasie und den langfristigen Wachstumsthemen.
Im laufenden Konzernumbau werden messbare Fortschritte in Zukunftsfeldern wie SMR für Investoren immer wichtiger. Der Markt bewertet Rolls-Royce aktuell hoch, entsprechend wächst der Druck, die versprochene Wachstumsdynamik tatsächlich zu liefern. Die Amentum-Partnerschaft liefert hier ein konkretes Signal, dass das SMR-Programm operativ vorankommt und die Kommerzialisierung nicht mehr nur ein fernes Ziel ist.
Ausblick: Februar-Zahlen im Fokus
Der nächste klare Wegweiser steht bereits fest: Am 25. Februar 2026 legt Rolls-Royce den Jahresabschluss vor. Dann wird sich zeigen, wie das Management die Rolle des SMR-Programms im Konzernrahmen verortet und welche weiteren Meilensteine es für 2026 und darüber hinaus setzt. Für die Bewertung der Aktie dürften neben den klassischen Kennzahlen vor allem die Fortschritte im SMR-Bereich ein wichtiger Gradmesser für die Tragfähigkeit der langfristigen Wachstumsstrategie bleiben.
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