Rolls-Royce hat am Dienstag einen weiteren Großauftrag aus dem Verteidigungssektor an Land gezogen. Das britische Traditionsunternehmen liefert 350 mtu-Motoren für gepanzerte Radfahrzeuge des Typs Boxer – der nächste Baustein in einer beeindruckenden Serie von Militäraufträgen. Die Aktie hält sich derweil auf Rekordniveau.

Motoren für die Bundeswehr

Der Auftrag kommt von Rheinmetall und KNDS Deutschland. Die achtzylindrigen Aggregate aus der mtu-199-Serie leisten 530 oder 600 Kilowatt und sollen ab der ersten Jahreshälfte 2026 ausgeliefert werden. Die Fahrzeuge sind für die Bundeswehr und internationale Kunden bestimmt.

„Die heutigen Streitkräfte brauchen mehr Mobilität, Flexibilität und Leistung – und wir stellen uns dieser Herausforderung", erklärte Dr. Jörg Stratmann, CEO von Rolls-Royce Power Systems. Die 199-Serie hat mittlerweile über 4.500 Einheiten ausgeliefert und gilt als weltweit erfolgreichstes Programm in ihrer Leistungsklasse für militärische Landfahrzeuge.

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Bereits 2025 gingen etwa 400 Motoren des Typs 8V199 für Boxer-Fahrzeuge in Auftrag. Nun erweitert Rolls-Royce die Produktfamilie: Geplant sind eine Zehn-Zylinder-Variante mit bis zu 1.100 kW und eine Zwölf-Zylinder-Version mit über 1.300 kW.

Rückenwind aus dem Verteidigungsgeschäft

Der neue Auftrag reiht sich in eine Serie lukrativer Defence-Deals ein. Rolls-Royce profitiert von steigenden Verteidigungsbudgets in Europa. Zu den jüngsten Erfolgen zählen:

  • Beteiligung am britischen Typhoon-Deal mit der Türkei im Wert von 8 Milliarden Pfund
  • Order über 300 mtu-Panzermotoren für KNDS
  • Achtjahresvertrag mit dem britischen Verteidigungsministerium über 9 Milliarden Pfund für U-Boot-Reaktoren – der größte Defence-Kontrakt in der Unternehmensgeschichte

Finanzvorständin Helen McCabe hatte den „staatlichen Zyklus" im Verteidigungsbereich bereits als Vorteil hervorgehoben: Die Zeitspannen von Bestellung bis Auslieferung sind deutlich kürzer als in der zivilen Luftfahrt.

Quartalszahlen Ende Februar

Am 26. Februar legt Rolls-Royce die Bilanz für das Gesamtjahr 2025 vor. Das Management hatte die Prognose zur Jahresmitte auf einen operativen Gewinn von 3,1 bis 3,2 Milliarden Pfund und einen freien Cashflow von 3,0 bis 3,1 Milliarden Pfund angehoben. Auch das im Dezember angekündigte Aktienrückkaufprogramm dürfte dann Thema sein.

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