Rocket Lab setzt seine starke Entwicklung ins neue Jahr hinein fort. Nach einem Anstieg von 173,9 % im Jahr 2025 liegt die Aktie seit Jahresbeginn bereits 38 % im Plus und lässt damit S&P 500 und Nasdaq deutlich hinter sich. Mit einer Marktkapitalisierung von über 51 Milliarden US-Dollar notiert der Titel nahe seinem 52‑Wochen-Hoch von 99,58 US-Dollar.

Morgan Stanley treibt Kursfantasie

Einen klaren Impuls erhielt die Aktie Mitte Januar durch Morgan Stanley. Die Investmentbank stufte die Aktie von „Equal Weight“ auf „Overweight“ hoch und erhöhte das Kursziel von 67 auf 105 US‑Dollar. Begründet wurde der Schritt mit einer steigenden Startfrequenz und einem günstigen Bewertungsumfeld für Weltraumwerte.

Dabei handelt es sich um eine der deutlichsten Zielanhebungen unter den Analysten, die das Unternehmen beobachten. Der aktuelle Konsens liegt bei 64,42 US‑Dollar, basierend auf 16 Analysten mit der Einstufung „Moderate Buy“.

Wichtige Analystenaktionen der letzten Wochen im Überblick:

  • Morgan Stanley: Hochstufung auf Overweight, Kursziel 105 US‑Dollar
  • Stifel Nicolaus: Kursziel von 75 auf 85 US‑Dollar erhöht, Kaufempfehlung bestätigt
  • Bank of America: Kursziel von 50 auf 60 US‑Dollar angehoben, Kaufempfehlung
  • Roth Capital: Kaufempfehlung mit Kursziel 75 US‑Dollar bekräftigt
  • KeyBanc: Herabstufung auf Sector Weight mit Verweis auf Bewertungsrisiken

Rückenwind durch SpaceX-IPO-Fantasie

Zusätzlichen Schub erhält der Sektor durch die Ankündigung, dass SpaceX gegen Ende 2026 an die Börse gehen will. Medienberichte sprechen von einer anvisierten Bewertung von rund 1,5 Billionen US‑Dollar. Das veranlasst Investoren, die Bewertung der gesamten Raumfahrtbranche neu zu justieren.

Obwohl SpaceX und Rocket Lab im Markt für Trägerraketen Wettbewerber sind, sorgt die in Aussicht gestellte Bewertung dafür, dass zahlreiche Weltraumaktien von einer allgemeinen Neubewertung profitieren.

Verteidigungsaufträge stärken Planbarkeit

Ein weiterer Treiber ist der wachsende Auftragsbestand aus dem Verteidigungsbereich. Verträge mit der Space Development Agency summieren sich inzwischen auf mehr als 1,3 Milliarden US‑Dollar. Damit etabliert sich Rocket Lab als wichtiger Partner für US-Sicherheitsbehörden.

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Der Besuch von Verteidigungsminister Pete Hegseth im Januar in einer Rocket-Lab-Anlage unterstreicht diese Rolle. Zugleich erhöhen geopolitische Spannungen weltweit die Verteidigungsetats, wobei Raumfahrttechnologie zunehmend als zentraler Baustein moderner Verteidigungssysteme gesehen wird.

Auf dem Weg zur Profitabilität

Die jüngsten Quartalszahlen zeigen deutliche Fortschritte im operativen Geschäft:

  • Umsatz Q3 2025: 155 Mio. US‑Dollar (+48 % gegenüber Vorjahr)
  • EPS: -0,03 US‑Dollar (besser als Konsens von -0,05 US‑Dollar)
  • Umsatz letzte 12 Monate (TTM): 555 Mio. US‑Dollar
  • GAAP-Bruttomarge: 37 %
  • Umsatzprognose Q4 2025: 170–180 Mio. US‑Dollar
  • Liquidität: rund 1 Mrd. US‑Dollar an Kassenbeständen und verfügbaren Mitteln

KeyCorp rechnet für Q4 2025 mit einem EPS von -0,08 US‑Dollar, der Konsens für das Gesamtjahr liegt bei -0,38 US‑Dollar. Die Bilanz weist eine Debt-to-Equity-Ratio von 0,32 und eine Current Ratio von 3,18 aus.

Neutron als Schlüsselereignis 2026

Als zentrales Ereignis für 2026 gilt der geplante Erststart der Neutron-Rakete zur Jahresmitte. Die wiederverwendbare Trägerrakete für das mittlere Nutzlastsegment zielt auf das lukrative Konstellationsgeschäft und könnte das adressierbare Marktvolumen von Rocket Lab deutlich ausweiten.

Das Management signalisiert, dass die Entwicklungsaufwendungen für Neutron ihren Höhepunkt erreichen. Das eröffnet Spielraum für operative Hebeleffekte. Analystenschätzungen zufolge könnte Rocket Lab bis Ende 2026 ein positives bereinigtes EBITDA erreichen.

Insidertransaktionen ohne Überraschungen

Im Januar wurden mehrere Insidertransaktionen gemeldet. Aufsichtsrätin Merline Saintil tätigte zwei Transaktionen Mitte Januar: Am 13. Januar brachte sie 96.000 Aktien zu 86,58 US‑Dollar in einen Exchange Fund ein, am 14. Januar verkaufte sie 12.500 Aktien zu 90,00 US‑Dollar. Letzterer Verkauf erfolgte automatisiert im Rahmen eines bereits am 17. September 2025 eingerichteten Rule-10b5‑1-Handelsplans.

Bereits im Dezember hatte Direktor Edward H. Frank 2.500 Aktien zu 77,39 US‑Dollar veräußert. Institutionelle Investoren halten derzeit 71,78 % der ausstehenden Aktien, darunter zuletzt als Käufer auch Norges Bank.

Bewertung und Risiko

Die aktuelle Bewertung spiegelt hohe Wachstumserwartungen wider. Die Aktie wird mit etwa dem 77‑fachen des Umsatzes der letzten zwölf Monate gehandelt, das KGV liegt aufgrund der Verluste bei -253,42.

Die 50‑Tage-Linie verläuft bei 61,54 US‑Dollar, die 200‑Tage-Linie bei 54,36 US‑Dollar und damit deutlich unter dem aktuellen Kursniveau. Mit einem Beta von 2,16 reagiert die Aktie spürbar stärker als der Gesamtmarkt, sodass Nachrichten rund um Neutron sowie Stimmungsumschwünge im Technologiesektor für ausgeprägte Kursausschläge sorgen können.

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