Roche meldet starkes Quartalswachstum, während Verhandlungen über US-Importzölle im Fokus stehen. Der Konzern bestätigt seine Jahresprognose.

Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat robuste Zahlen für das erste Quartal vorgelegt und damit die Erwartungen übertroffen. Die Umsätze kletterten um beachtliche 7 Prozent auf 15,44 Milliarden Schweizer Franken, verglichen mit 14,40 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Währungsbereinigt lag das Wachstum bei soliden 6 Prozent.

Treiber dieser positiven Entwicklung war vor allem die hohe Nachfrage nach neueren Medikamenten und Diagnostiklösungen. Die Pharmasparte legte sogar um 9 Prozent auf 11,95 Milliarden Franken zu (währungsbereinigt +8 Prozent). Zu den Wachstumsmotoren zählten insbesondere das Brustkrebsmittel Phesgo, das Augenmedikament Vabysmo, das Allergiepräparat Xolair und Hemlibra gegen Hämophilie A. Die Diagnostiksparte hielt ihr Niveau mit 3,49 Milliarden Franken stabil, wobei eine starke Nachfrage die Auswirkungen von Preisanpassungen im chinesischen Gesundheitswesen ausglich.

Heißes Eisen: US-Zölle?

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Doch abseits der erfreulichen Geschäftszahlen gibt es ein anderes Thema, das Aufmerksamkeit erfordert: die Handelspolitik der USA. Roche befindet sich offenbar in direkten Gesprächen mit der Regierung von Donald Trump, um Ausnahmen von Importzöllen zu erwirken. Das Argument: Man exportiere genügend in den USA hergestellte Produkte, um die Importe auszugleichen.

Konzernchef Thomas Schinecker betonte nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen, dass eine vollständige Produktion aller Güter – gerade bei Tausenden von Diagnostikprodukten – in jedem Land unrealistisch sei und die Kosten in die Höhe treiben würde. Man strebe an, wertmäßig genauso viel in den USA zu produzieren, wie dort verbraucht wird, auch wenn Teile davon wieder exportiert werden.

Interessanterweise kündigte Roche kürzlich an, über die nächsten fünf Jahre 50 Milliarden Dollar in den USA investieren und über 12.000 Arbeitsplätze schaffen zu wollen. Schinecker stellte jedoch klar, dass dies nicht zu Lasten anderer Standorte gehe und die globalen Budgets für Investitionen sowie Forschung und Entwicklung nicht erhöht würden. Ein diplomatisches Ringen um Zölle scheint im Gange zu sein.

Ausblick bestätigt

Für das Gesamtjahr 2025 bleibt das Management optimistisch. Roche bestätigte die Prognose und erwartet weiterhin ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich sowie einen Anstieg des bereinigten Kerngewinns je Aktie im hohen einstelligen Prozentbereich – jeweils zu konstanten Wechselkursen. Zudem stellt das Unternehmen eine weitere Dividendenerhöhung in Schweizer Franken in Aussicht. Man sei zuversichtlich, den positiven Schwung beizubehalten, so die Unternehmensführung.

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