Die Aktie von Robinhood hat sich in den letzten zwölf Monaten mehr als verdreifacht, doch zuletzt traten Insider vermehrt als Verkäufer auf. Während Anleger gespannt auf die Quartalszahlen im Februar warten, etabliert sich im Hintergrund ein neues Geschäftsfeld als massiver Umsatztreiber, das selbst optimistische Erwartungen übertrifft. Kann der aggressive Vorstoß in die sogenannten „Prediction Markets“ die hohe Bewertung auch im Jahr 2026 rechtfertigen?

Wetten auf die Zukunft als Umsatz-Turbo

Der Neobroker wandelt sich zunehmend von einer reinen Handelsplattform für Aktien und Krypto zu einem breiter aufgestellten Fintech-Konzern. Hauptverantwortlich für die jüngste Fantasie ist das Segment der „Prediction Markets“ – vereinfacht gesagt Ereigniswetten, etwa auf Wahlausgänge oder Sportereignisse.

Die Dynamik in diesem Bereich ist bemerkenswert: Während im dritten Quartal 2025 bereits 2,3 Milliarden Kontrakte gehandelt wurden, beschleunigte sich das Wachstum im vierten Quartal massiv. Allein im Oktober 2025 verarbeitete Robinhood 2,5 Milliarden Kontrakte in diesem Segment – mehr als im gesamten vorangegangenen Quartal. CEO Vlad Tenev betont, dass dieses neue Angebot nicht nur Umsatz generiert, sondern auch neue Kunden anlockt, die anschließend auch klassische Anlageprodukte nutzen.

Mit einem annualisierten Umsatz von bereits 100 Millionen US-Dollar ist dieses Segment das am schnellsten wachsende Produkt in der Geschichte des Unternehmens. Analysten sehen hier langfristig ein billionenschweres Marktpotenzial, da Robinhood durch die Integration von Sportwetten-ähnlichen Produkten (wie NFL-Wetten) in eine Brokerage-App eine Marktnische besetzt, die traditionelle Konkurrenten kaum bedienen können.

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Analysten heben Ziele an – Insider nehmen Gewinne mit

Die Wall Street reagiert auf diese Entwicklung mit einer Reihe von Kurszielanhebungen. Institute wie Citizens JMP und KeyCorp haben ihre Ziele zuletzt deutlich nach oben korrigiert, wobei Spitzenwerte von bis zu 180 US-Dollar ausgerufen werden. Rund 77 Prozent der Analysten raten derzeit zum Kauf der Aktie.

Doch die Medaille hat eine Kehrseite: Die hohe Bewertung mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 48 weckt Begehrlichkeiten bei Führungskräften. In den vergangenen 90 Tagen veräußerten Insider Anteile im Wert von etwa 414 Millionen US-Dollar. Dazu gehörten Verkäufe durch Mitgründer Baiju Bhatt sowie den Chief Legal Officer im Januar 2026. Solche Transaktionen sind nach einem Kursanstieg von über 200 Prozent binnen eines Jahres nicht ungewöhnlich, mahnen Anleger jedoch zur Vorsicht hinsichtlich der kurzfristigen Bewertungshöhe.

Verzögerung bei Übernahme

Ein kleiner Wermutstropfen ist die zeitliche Verschiebung der geplanten Expansion nach Kanada. Die Übernahme der Krypto-Plattform WonderFi Technologies, ursprünglich für eine frühere Abwicklung vorgesehen, wurde vertraglich angepasst und soll nun bis spätestens 1. Juni 2026 abgeschlossen sein. Der Integrationsprozess und regulatorische Abstimmungen benötigen laut Unternehmensangaben mehr Zeit als ursprünglich veranschlagt.

Zahlenvorlage im Februar entscheidend

Der nächste wichtige Impuls für die Aktie steht am 10. Februar 2026 an. Dann wird Robinhood nach Börsenschluss die Ergebnisse für das vierte Quartal sowie das Gesamtjahr 2025 präsentieren. Da das Unternehmen die Analystenschätzungen in den letzten vier Quartalen jeweils übertreffen konnte, liegt die Messlatte hoch. Investoren werden dann konkret sehen, ob sich die im Oktober beobachtete Explosion bei den Prognosemärkten nachhaltig in der Profitabilität niederschlägt.

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