Robinhood hat ein spektakuläres Börsenjahr hinter sich, mit einem Kursplus von über 190 Prozent auf Sicht von zwölf Monaten. Doch aktuell gerät die Erfolgsgeschichte ins Stocken. Während Analysten uneins über die weitere Richtung sind, nutzen Insider wie CEO Vladimir Tenev die hohen Notierungen für massive Verkäufe. Steht die Aktie vor einer gesunden Korrektur oder deutet das Verhalten der Chefetage auf tieferliegende Probleme hin?

Uneinigkeit an der Wall Street

Die Expertenmeinungen zur Zukunft der Neobroker-Plattform gehen derzeit weit auseinander. Argus Research startete kürzlich die Bewertung mit einer Kaufempfehlung und sieht Potenzial bis 145 US-Dollar. Barclays senkte zwar das Kursziel leicht auf 159 US-Dollar, hält aber an einer positiven Einschätzung fest.

Ganz anders positioniert sich Zacks Research: Hier wurde die Aktie von einer starken Kaufempfehlung auf „Hold“ herabgestuft. Dieser Schritt könnte insbesondere kurzfristig orientierte Anleger verunsichern, da er Zweifel an der Dynamik der jüngsten Rallye weckt. Aktuell notiert das Papier bei 115,27 US-Dollar und damit rund 12 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch.

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Warnsignal aus der Chefetage?

Für Diskussionen sorgen vor allem die jüngsten Transaktionen der Unternehmensführung. Allein am vergangenen Montag verkaufte CEO Vladimir Tenev Aktien im Wert von rund 45,6 Millionen US-Dollar. Betrachtet man das gesamte letzte Quartal, haben Insider Anteile im Wert von etwa 414 Millionen US-Dollar abgestoßen, darunter auch Co-Gründer Baiju Bhatt.

Zwar halten die Insider weiterhin knapp 15 Prozent der ausstehenden Aktien, doch die Dimension der Verkäufe ist beachtlich. Marktbeobachter werten dies oft als Indiz dafür, dass die Führungskräfte das aktuelle Bewertungsniveau als attraktiv für Gewinnmitnahmen erachten.

Institutionelle Anleger greifen zu

Während Insider Kasse machen, bauen große Vermögensverwalter ihre Positionen aus. Im dritten Quartal 2025 stockten Schwergewichte wie Vanguard und BlackRock ihre Bestände deutlich auf. Besonders aggressiv agierte State Street Corp, die ihre Position mehr als verdoppelte. Diese Divergenz zwischen Insider-Verkäufen und institutionellen Käufen deutet auf einen Kampf um die Deutungshoheit hin: Ist das Wachstumspotenzial nach der Verdopplung des Umsatzes im letzten Quartal bereits eingepreist oder erst am Anfang?

Quartalszahlen bringen Klarheit

Die Entscheidung über die nächste große Kursbewegung dürfte am 10. Februar fallen. Dann präsentiert Robinhood nach Börsenschluss die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025. Anleger achten besonders darauf, ob das Unternehmen die Gewinnerwartung von 0,57 US-Dollar pro Aktie erfüllen kann und wie sich die Nutzerzahlen sowie die Expansion in neue Bereiche wie Prognosemärkte entwickeln.

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