Der Düsseldorfer Rüstungskonzern macht zum Jahresauftakt Boden gut. Neue Exportdaten zeigen eine bemerkenswerte Verschiebung: Während das Ukraine-Volumen erwartungsgemäß normalisiert, öffnet sich ein alter NATO-Partner wieder – mit dem höchsten Genehmigungsvolumen seit einem Vierteljahrhundert.

Die wichtigsten Fakten:
- Aktienkurs klettert auf 1.592,50 Euro (+2,54% am Freitag)
- Türkei-Genehmigungen steigen auf 726 Mio. Euro – höchster Wert seit 1999
- Ukraine-Neuvolumen sinkt auf 1,14 Mrd. Euro (Vorjahr: 8,15 Mrd. Euro)
- Analysten sehen durchschnittlich 40% Kurspotenzial

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rheinmetall?

Exportdaten zeigen strategische Neuausrichtung

Die Bundesregierung genehmigte zwischen Januar und Dezember 2025 Rüstungsexporte im Wert von 8,40 Milliarden Euro. Dabei fällt vor allem die Renaissance der Türkei als Abnehmer ins Gewicht. Mit 726 Millionen Euro erreichen die Genehmigungen für Ankara den höchsten Stand seit 1999 – ein klares Signal der Normalisierung nach Jahren politischer Zurückhaltung.

Für Rheinmetall bedeutet dies: Die Abhängigkeit von einzelnen Großmärkten sinkt. Während neue Ukraine-Genehmigungen auf 1,14 Milliarden Euro zurückgehen, kompensieren etablierte NATO-Partner die Lücke. Der Rückgang beim Ukraine-Volumen reflektiert weniger nachlassende Nachfrage als vielmehr einen Basiseffekt nach den extremen Sonderpaketen der Vorjahre.

Charttechnik: Kampf um die 50-Tage-Linie

Die Aktie arbeitet sich an eine entscheidende Marke heran. Bei rund 1.612 Euro verläuft der gleitende 50-Tage-Durchschnitt – ein Sprung darüber würde das kurzfristige Chartbild von neutral auf positiv drehen. Das Tageshoch am Freitag bei 1.601,50 Euro zeigt die Kaufbereitschaft bis zur Schlussglocke.

Vom September-Hoch bei 1.995 Euro hat sich das Papier allerdings noch nicht erholt. Der Abstand beträgt knapp 20 Prozent. Die Jahresperformance liegt bei null – ein deutlicher Kontrast zur Zwölfmonats-Bilanz von plus 164 Prozent.

Analysten bleiben demonstrativ optimistisch

Trotz der Konsolidierung der vergangenen Wochen hält das Analystenlager an seinen ambitionierten Kurszielen fest. Der Konsens liegt bei 2.244 Euro, die optimistischsten Stimmen rufen sogar 2.625 Euro auf. Das impliziert vom aktuellen Niveau aus ein Potenzial von rund 40 Prozent.

Die Bewertung erscheint auf den ersten Blick sportlich – das KGV liegt über 120. Doch dieser Wert basiert auf historischen Gewinnen. Die Experten verweisen auf den Rekord-Auftragsbestand, dessen Abarbeitung in den kommenden Quartalen für deutliche Ergebnissprünge sorgen soll.

Marktumfeld bleibt volatil

Die kommenden Handelstage werden zeigen, ob die Bodenbildung trägt. Ein nachhaltiger Ausbruch über 1.612 Euro würde charttechnisch Platz bis zur 1.700-Euro-Marke schaffen. Die fundamentalen Daten – gestützt durch die Diversifizierung der Exportmärkte – untermauern die Wachstumsstory. Gleichzeitig bleibt die geopolitische Nachrichtenlage ein Volatilitätsfaktor, den Anleger einkalkulieren müssen.

Rheinmetall-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rheinmetall-Analyse vom 04. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Rheinmetall-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rheinmetall-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 04. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Rheinmetall: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...